Sonhos De Peixe
Pressetext
Brasilien, ein kleines Dorf am Meer. Da lebt der junge Fischer Jusce, der in 30 Metern Tiefe nach Hummer taucht und von Ana träumt, die er nach Feierabend trifft. Sie wiederum träumt davon, das Dorf zu verlassen, um die Welt zu entdecken. Jusce will die Welt für Ana ins Dorf holen und sorgt für eine grosse Attraktion. Kirill Mikhanovsky siedelt seine Liebesgeschichte um den Taucher an der Küste an und spielt mit Bild und Ton, die sich auf provokante Art und Weise ineinander verflechten.
Sonita
Sonita ist 18 Jahre alt. Ihr Traum ist es, Rapperin zu werden und so bekannt zu sein wie Rihanna und Michael Jackson zusammen.
Sorry We Missed You
Filmkritik von Tereza Fischer
Gemäss seinem Drehbuchautor Paul Laverty soll Ken Loach einmal gesagt haben, ein Film sei wie ein Eisberg; man sehe nur einen kleinen Teil und spüre dabei doch seine ganze Masse unter der Oberfläche. Mit Sorry We Missed you ist es dem Altmeister des sozialengagierten britischen Kinos wieder einmal mit Bravour gelungen, uns diese in seiner Grösse unheimliche und gefährliche Masse spüren zu lassen.
Soul Kitchen
Rezension von Irene Genhart
Eigentlich kann sich der Deutschgrieche Zinos - hübsch und charismatisch: Adam Bousdoukos - ja gar nicht beklagen. Er ist so dreissig, hat eine kluge und hübsche Freundin aus gutem Haus. Zudem betreibt er in einer alten Fabrikhalle im Hamburger Vorortviertel Wilhelmsburg seit einigen Jahren ein eigenes Lokal, eben das „Soul Kitchen“, das zwar nicht ganz bombig läuft, jedoch genug zum Leben abwirft.
Space Tourists
Rezension von Geri Krebs
Er gehöre zur Generation jener, die die Mondlandung der Amerikaner vor vierzig Jahren mit Begeisterung mitverfolgt hätten, sagt Christian Frei („War Photographer“) zur Grundidee seines neuesten Dokumentarfilms und betont damit seine Faszination für die Raumfahrt seit jenen Kindertagen. Den alten Menschheitstraum, als gewöhnlicher Tourist einmal ins Weltall fliegen zu können, erfüllt sich die Amerikanerin Anousheh Ansari für einen Fugpreis von 20 Millionen Dollar.
Sparrows
San Sebastian Filmfestival: Concha de oro für Bester Film, Sao Paulo Film Festival: Bester Film
Sechs Jahre nach der Scheidung seiner Eltern kehrt der 16-jährige Ari in sein Heimatdorf im rauen Nordwesten Islands zurück.
Spartiates
Der 24-jährige Yvan Sorel lässt sich nicht beeindrucken von den Gangs, die Marseilles «Quartiers Nord» beherrschen. Ohne fremde Hilfe hat der Berufskampfsportler hier einen Club für Mixed Martial Arts (MMA) aufgebaut.
Spotlight
Boston 2001. Marty Baron (Liev Schreiber) soll als neuer Chefredaktor die renommierte Tageszeitung «Boston Globe» wieder auf Kurs bringen.
Staatenlos
Klaus Rózsa, ein politisch engagierter Fotograf, lebte jahrzehntelang staatenlos in Zürich. Alle seine Einbürgerungsgesuche wurden aus politischen Gründen abgelehnt.
Star
Mascha ist bereit, alles zu opfern, um gängigen Schönheitsidealen zu entsprechen und Filmstar zu werden. Sie ist nicht besonders begabt, dafür sehr optimistisch.
Stellet Licht
Pressetext
Die Geschichte einer verbotenen Liebe in einer Mennonitengemeinde im Norden Mexikos.
Still Walking - Aruitemo, aruitemo
Rezension von Stefan Volk
Wie jedes Jahr versammeln sich die Yokoyamas am Todestag des ältesten Sohns im Haus der Eltern. Vor fünfzehn Jahren war Junpei gestorben, als er einem Jungen im Meer das Leben gerettet hatte. Jetzt reist Junpeis Schwester mit ihrer Familie ebenso zum gemeinsamen Gedenken an wie Ryota, der jüngere Bruder des Toten, mit Frau und Stiefsohn.
Stop Making Sense
1984 waren die Talking Heads die vielleicht hipste Band des Planeten. Jonathan Demmes fulminanter Konzertfilm fängt das eindrucksvoll ein. Zum 40. Geburtstag kommt STOP MAKING SENSE nun frisch 4K-restauriert auf die große Leinwand zurück. Burning down the house (again)!
Strangers
Tamás wollte den Menschen nie zu nahe kommen. Nur an der Assistenzärztin Norika blieb er hängen. Sie tauchte so plötzlich in seinem Leben auf, wie sie verschwand.
Sturm
Rezension von Walter Gasperi
Mit fast dokumentarischer Nüchternheit, aber gerade dadurch packend erzählt Hans-Christian Schmid von einer Anklägerin und einer Zeugin im Den Haager Kriegsverbrechertribunal, die letztlich zum Spielball politischen Taktierens werden.
Summer 1993
Filmkritik von Dominic Schmid
Es gibt kaum etwas Schwierigeres, als die Erfahrungswelt eines Kindes darzustellen. Alles, was den Menschen unergründlich macht – seine Vergangenheit, seine Geheimnisse, seine Traumata –, ist da noch unverfügbarer als bei Erwachsenen.
Sunny Hill
Rezension von Cindy Hertach
Des Lebens müde, trifft sich eine Handvoll Frauen und Männer in einem virtuellen Suizidforum. Die Furcht vor der Einsamkeit des Sterbens ist bei allen so gross, dass sie beschliessen, gemeinsam in den Tod zu gehen.
Sunshine Cleaning
Rezension von Irene Genhart
Unfälle und kriminelle Taten bekommt man im Kino zuhauf serviert und so gesehen ist „Sunshine Cleaning“, sagen wir, eine Art logische Folge. Oder zumindest eine Abwechslung, spielt doch in diesem herzerwärmenden Independent-Movie von Christine Jeff das Aufräumen von Tatorten und Unfallplätzen eine nicht unwichtige Rolle.
Superclásico
Rezension von Andrea Lüthi
Ein Däne will seine Frau zurück, die in Argentinien einen Neuen gefunden hat. In der rasanten Komödie des dänischen Regisseurs Ole Christian Madsen über Liebe, Trennung, Eifersucht und Neuanfang überstürzen sich die Ereignisse regelrecht.
Sur L'Adamant
Berlinale 2023: Goldener Bär
Nicolas Philibert bietet in seinem bei der Berlinale 2023 mit dem Goldenen Bären ausgezeichneten Dokumentarfilm einen berührenden Einblick in den Alltag in einer mitten in Paris vor Anker liegenden, schwimmenden Tagesklinik für Erwachsene mit psychischen Störungen.
Suspekt
Hat jeder Mensch das Recht auf Verteidigung? Ist es moralisch vertretbar, gerechte Zwecke mit Gewalt durchzusetzen?
Mit diesen Fragen war Bernard Rambert, auch als “Roter Beni” bekannt, sein ganzes Leben lang konfrontiert.
Swan Song
Filmkritik von Walter Gasperi
Großes Solo für Udo Kier: Der legendäre deutsche (Neben)darsteller brilliert als gealterter Friseur, der aus dem Seniorenheim, abhaut um eine verstorbene Kundin für die Beerdigung schön zu machen. - Eine warmherzige Tragikomödie, die auch bewegend von Verlust, Tod und dem Verschwinden kleinstädtischer Kultur erzählt.
Sweet Country
Filmkritik von Michael Pekler
Grelles Sonnenlicht blendet die Augen, rote Erde und einzelne, verstreute Büsche bestimmen die karge Landschaft. Hin und wieder durchqueren Verfolgte und ihre Verfolger einen kleinen Wald. Einmal gelangen sie auf ihrer Flucht sogar zu einer Wasserstelle, doch die erweist sich als Hinterhalt. Dieses Land ist nicht schön und erhaben, es ist feindlich und tödlich: Ein kleiner Haufen Aborigines wehrt sich in einer engen Schlucht verzweifelt gegen die weissen Eindringlinge.
T2 Trainspotting
Zwanzig Jahre nach seinen alten Drogenexzessen kehrt Renton in seine Heimatstadt Edinburgh in Schottland zurück, wo immer noch seine Freunde von damals leben.
Tag am Meer
Rezension von Irene Genhart
Eigentlich gehört es zum Leben einfach mit dazu, das Älterwerden. Die einen nehmen es denn auch gelassen hin. Doch Dave in „Tag am Meer“ fährt der anstehende 30ste Geburtstag in Mark und Bein. So schiebt er denn eine Art verfrühte Midlife-Crisis. Fühlt sich nicht mehr richtig wohl in seiner Haut als Plattenladenbesitzer und DJ und auch seine Beziehung zu Sarah ist seit Monaten bald on, bald off.