A Sad And Beautiful World
Filmkritik von Walter Gasperi
Cyril Aris verknüpft eine sich über 30 Jahre spannende Liebesgeschichte mit der Geschichte seines Heimatlands Libanon: Ein trotz des bedrückenden Hintergrunds leichthändiges und verspieltes, zwischen Optimismus und Zukunftsängsten pendelndes Spielfilmdebüt, das von den zwei großartig harmonierenden Hauptdarsteller:innen Mounia Akl und Hasan Akil getragen wird.
Becaària
Filmkritik von Walter Gasperi
Ein unsicherer 16-Jähriger findet im Sommer 1977 durch harte bäuerliche Arbeit in den Tessiner Bergen und mehrere Begegnungen nicht nur Orientierung, sondern entdeckt auch die Liebe: Erik Bernasconi erzählt eine klassische Coming-of-Age-Geschichte, die durch natürliche Schauspieler:innen, sorgfältige Einbettung ins geographische und historische Ambiente und feinfühlige Inszenierung begeistert.
Late Fame
Ed Saxberger, ein New Yorker in seinen Sechzigern, arbeitet seit Jahrzehnten in einem monotonen Job bei der Post. Abends trifft er sich mit den immergleichen Kumpels zu einer Runde Pool in der Stammkneipe.
Salvation
Zwischen zwei Dörfern in Ostanatolien flammt eine alte Fehde um Land und Macht neu auf, als ein früher verbannter Clan zurückkehrt. Mitten in diesem Konflikt wird Mesut, der Bruder eines Dorfobersten, von unheimlichen Visionen heimgesucht. Er deutet sie als göttliche Zeichen und beginnt, die Dorfgemeinschaft gegen die Rückkehrer aufzuhetzen.
Teenage Sex And Death At Camp Miasma
Filmkritik von Walter Gasperi
Eine junge queere Filmemacherin plant den Reboot einer 1980er Jahre Slasher-Serie und besucht deshalb die damalige Hauptdarstellerin, die abgeschieden am einstigen Drehort lebt: Ein ziemlich abgefahrener Meta-Film, in dem extreme Künstlichkeit und Realismus, Film-im-Film und Realität sowie blutige Slasherszenen und intime Momente ständig ineinander übergehen.