Letzte Tage / 451° Kinofilmauswahl / Home / 451°F - 451°F Film-Newsletter

Anzeige

Arco

FR 2025, F/d/D, 89', Regie: Ugo Bienvenu, Animationsfilm

Filmkritik von Walter Gasperi

Ein zehnjähriger Zeitreisender landet aus der Zukunft in der vom Klimawandel bedrohten Erde des Jahres 2075, findet aber bald in einem gleichaltrigen Mädchen eine Freundin und Helferin: Visuell beeindruckender, aber auch etwas überladener französischer Animationsfilm, der die Kraft der Freundschaft feiert und für Umwelt- und Klimaschutz plädiert.

Broken English

GB 2025, OV/df, 99', Regie: Jane Pollard, Iain Forsyth, mit Tilda Swinton, George MacKay, Calvin Demba

Unter der Leitung von Tilda Swinton bietet das Porträt der Sängerin Marianne Faithfull an, ihre reichhaltige und ereignisreiche Vergangenheit (Ex-Freundin von Mick Jagger, Filmschauspielerin) neu zu rahmen. 

Don't Let The Sun

CH/IT 2025, OV/df, 99', Regie: Jacqueline Zünd, mit Levan Gelbakhiani, Maria Pia Pepe, Agnese Claisse

Ein unerträglich heisser Ort. Menschliche Nähe ist rar geworden, und die Einsamkeit treibt seltsame Blüten. 

Jonah (28) lebt im Dienst der Sehnsüchte anderer. Bis die Rolle als Vater für die 9-jährige Nika sein Leben komplett in Frage stellt.

Gelbe Briefe

DE 2025, OV/df, 128', Regie: Ilker Çatak, mit Özgü Namal, Tansu Biçer, Aziz Çapkurt

76. Berlinale 2026: Goldener Bär

Filmkritik von Walter Gasperi

Ein türkisches Künstlerehepaar verliert wegen seines politischen Engagements seine Arbeit. Die zunehmend prekäre finanzielle Situation wirft die Frage auf, ob sie sich anpassen oder an ihren Idealen festhalten sollen: İlker Çatak dekliniert in seinem bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichneten Drama mit einem großartigen Ensemble und starken Dialogen packend das moralische Dilemma durch.

L'Étranger

FR 2025, F/d, 123', Regie: François Ozon, mit Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin

Filmkritik von Walter Gasperi

François Ozons Adaption von Albert Camus´ existentialistischem Roman ist von Zurückhaltung und Respekt gekennzeichnet, setzt aber mit der stärkeren Thematisierung von Kolonialismus und Rassismus auch eigene Akzente: Eine kühle Literaturverfilmung, die durch die bestechenden Schwarzweißbilder und den genau kontrollierten Erzählrhythmus große Intensität entwickelt.

Melodie

CH 2025, OV/df, 87', Regie: Anka Schmid, Dokumentarfilm

Filmkritik von Walter Gasperi

Vom Schlaflied für ein Neugeborenes bis zum gemeinsamen Singen mit Demenzkranken: Anka Schmid spürt in ihrem Dokumentarfilm der beruhigenden und stärkenden Kraft des aktiven Singens und von Gesang nach.

Lange blickt die Kamera von Stéphane Kuthy und Patrick Lindenmaier auf ein Neugeborenes, das durch ein Schlaflied offensichtlich beruhigt wird. Dieser Auftakt stimmt schon auf die Erzählweise von Anka Schmids Dokumentarfilm ein. Viel Raum lässt die Regisseurin in langen, meist unbewegten Einstellungen den Sänger:innen und ihrem Gesang. So verstärkt der langsame Erzählrhythmus die Wirkung der Musik und überträgt sie auf die Zuschauer:innen.

Nouvelle Vague

FR 2025, F/d, 107', Regie: Richard Linklater, mit Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin

Filmkritik von Walter Gasperi

Richard Linklater zeichnet nicht nur leichthändig die Entstehung von Jean-Luc Godards Klassiker "Außer Atem" nach, sondern bettet diese auch in das meisterhaft beschworene cinephile Umfeld der damaligen Erneuerer des Weltkinos ein: Eine große Hommage, die liebevoll und leidenschaftlich das Kino und jugendlichen Aufbruchsstimmung feiert.

Solidarity

DE/CH 2025, OV/D/df, 90', Regie: David Bernet, Dokumentarfilm

SOLIDARITY ist eine filmische Reflexion über Solidarität als Phänomen. Jede Solidarität hat Grenzen und wirft ihre Schatten. Regisseur David Bernet sucht nach diesen Schatten und folgt seinen Protagonisten, allesamt Profis der Solidarität, durch die Krisen der letzten Jahre. Von Belarus, Ukraine, Polen, Libanon bis zum offenen Clash der Solidaritäten in Gaza. 

Anzeige

Anzeige