Amarga Navidad
Filmkritik von Walter Gasperi
In seinem 24. Spielfilm reflektiert Pedro Almodóvar in verschachtelter Erzählweise anhand eines in einer Schaffenskrise steckenden Regisseurs über Fiktion und Realität, über künstlerische Inspiration und Ausbeutung realer Schicksale: Ein kunstvoller, zwischen Autofiktion und Melodram pendelnder Film, der aber aufgrund seiner Überkonstruktion nur bedingt emotionale Kraft entwickelt.
Calle Málaga
Filmkritik von Walter Gasperi
Carmen Maura brilliert als Seniorin, die von ihrer Tochter in ein Pflegeheim abgeschoben wird, sich aber widersetzt und nochmals Lebensfreude findet: Gefühlvoll und rund inszeniertes, warmherziges Feelgood-Movie über Selbstbestimmung im Alter und Bindung an ein Milieu, das sich aber auch in bekannten Bahnen entwickelt und Ecken und Kanten weitgehend vermissen lässt.
Der Frosch Und Das Wasser
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz.
Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schliesst sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an.
I Swear
Filmkritik von Walter Gasperi
Kirk Jones erzählt die Lebensgeschichte des am Tourette-Syndrom leidenden Schotten John Davidson als tragikomisches Feelgood-Movie: Ein von seinem großartigen Hauptdarsteller Robert Aramayo getragenes Biopic, das Akzeptanz gegenüber Menschen mit dieser Nervenkrankheit fördern soll und kann.
La Vénus Électrique
Paris, 1928.
Antoine Balestro, ein gefragter Maler, kann seit dem Tod seiner Frau nicht mehr arbeiten und treibt seinen Galeristen Armand zur Verzweiflung.