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Barbara Buser - Pionierin Der Nachhaltigkeit

CH 2026, CH-Dial./f, 120', Regie: Gabriele Schärer, Dokumentarfilm

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. 

Im Bann Der Quartzkristalle

CH 2026, CH-Dial., 94', Regie: Irene Marty, Dokumentarfilm

Seit Jahrhunderten locken Quarzkristalle Menschen in unwegsame Gebiete hoch in den Urner Alpen. Inneres Feuer, Legenden, Mythen und Träume begleiten sie beim «Strahlnen», der Suche nach den wundervollen Gebilden. Früher wie heute verbringen sie Tage, ja Wochen in der archaischen Berglandschaft, die sich in den letzten Jahren markant verändert hat. Doch trotz neuer Gefahren bleibt ihr Drang ungebrochen, die in Felsen verborgenen Schätze aufzuspüren und zu bergen. Derweilen interessieren sich Sammler:innen, Händler:innen, Museen für ihre Funde und Forschende ergründen die Entstehung der Kristalle und ihre Bedeutung für die Menschheit.

La Beauté de l'Âne

CH 2025, OV/df, 75', Regie: Dea Gjinovci, Dokumentarfilm

Die Filmemacherin Dea Gjinovci und ihr Vater, der seit sechzig Jahren im Exil in Genf lebt, kehren in sein Heimatdorf Makermal im Kosovo zurück. Das Dorf wurde im Krieg zerstört, und das Einzige, was blieb, sind die Erzählungen der noch lebenden Dorfbewohner. Es ist eine Gemeinschaft der Resilienz, und so ist auch ihre Geschichte.

Love On Trial

JP 2025, OV/df, 124', Regie: Koji Fukada, mit Kyoko Saito, Yuki Kura, Erika Karata

Filmkritik von Walter Gasperi

Die Mitglieder einer japanischen Girl-Pop-Band träumen von Erfolg und Karriere, müssen dafür aber einen Vertrag in Kauf nehmen, der ihre persönlichen Freiheiten drastisch einschränkt. - Kôji Fukada deckt präzise und vielschichtig die Mechanismen in der japanischen Pop-Industrie auf und stellt der Reglementierung und Einengung ein Plädoyer für die Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums gegenüber.

Renoir

JP 2025, OV/df, 119', Regie: Chie Hayakawa, mit Yui Suzuki, Hikari Ishida, Lily Franky

Filmkritik von Walter Gasperi

Chie Hayakwa zeichnet in ihrem zweiten Spielfilm ein einfühlsames Porträt einer einsamen Elfjährigen, die vor der unheilbaren Krebserkrankung ihres Vaters in eine Fantasiewelt flüchtet: Ein leises und unaufgeregtes Drama mit einer großartigen Yui Suzuki in der Hauptrolle.

Rose

AT/DE 2026, D, 94', Regie: Markus Schleinzer, mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt

Filmkritik von Walter Gasperi

Eine Frau, die im Dreißigjährigen Krieg als Soldat gedient hat, versucht in einem protestantischen Dorf als Mann ihren Traum von Freiheit zu verwirklichen: Ein in starken Schwarzweißbildern, in genau kontrolliertem Rhythmus zurückhaltend inszenierter und von den phänomenalen Hauptdarstellerinnnen Sandra Hüller und Caro Braun getragenes Historiendrama über Sehnsucht nach Selbstbestimmung in einer religiös bestimmten, patriarchalen Gesellschaft

Sonderfall - Was ist schon neutral?

CH 2026, F/D/df, 84', Regie: Stéphane Goël, Mehdi Atmani, Dokumentarfilm

Der eine ist Sohn eines Waadtländer Bauern, der andere Sohn eines eingebürgerten kabylischen Seeigelfischers: Stéphane und Mehdi sind Schweizer. Also neutral. Es ist das eine entscheidende Merkmal, das sie auch mit einem Zürcher Bankier oder einem Schwinger aus dem Toggenburg teilen, denn in der Schweiz haben wir die Neutralität zum höchsten Identitätswert erhoben.