Amarga Navidad
Filmkritik von Walter Gasperi
In seinem 24. Spielfilm reflektiert Pedro Almodóvar in verschachtelter Erzählweise anhand eines in einer Schaffenskrise steckenden Regisseurs über Fiktion und Realität, über künstlerische Inspiration und Ausbeutung realer Schicksale: Ein kunstvoller, zwischen Autofiktion und Melodram pendelnder Film, der aber aufgrund seiner Überkonstruktion nur bedingt emotionale Kraft entwickelt.
Calle Málaga
Filmkritik von Walter Gasperi
Carmen Maura brilliert als Seniorin, die von ihrer Tochter in ein Pflegeheim abgeschoben wird, sich aber widersetzt und nochmals Lebensfreude findet: Gefühlvoll und rund inszeniertes, warmherziges Feelgood-Movie über Selbstbestimmung im Alter und Bindung an ein Milieu, das sich aber auch in bekannten Bahnen entwickelt und Ecken und Kanten weitgehend vermissen lässt.
Cosmos
In einem vergessenen Dorf in Yucatán kreuzt die 68-jährige Lena, eine einsame Witwe, den Weg des 62-jährigen Mayas Leon, der die Geheimnisse der Natur und der Geister hütet. Lena findet in Leon einen unerwarteten Gefährten.
Der Frosch Und Das Wasser
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz.
Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schliesst sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an.
H Is For Hawk
Filmkritik von Walter Gasperi
Eine britische Universitätsdozentin stürzt durch den plötzlichen Tod ihres geliebten Vaters in tiefe Trauer. Um dem Verstorbenen nahe zu sein, legt sie sich einen Habicht zu, verliert dabei aber zunehmend den Bezug zu ihrer Umwelt: Claire Foy brilliert in Philippa Lowthorpes feinfühliger Verfilmung von Helen Macdonalds autobiographischem Bestseller.