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Barbara Buser - Pionierin Der Nachhaltigkeit

CH 2026, CH-Dial./f, 120', Regie: Gabriele Schärer, Dokumentarfilm

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. 

Calle Málaga

FR/MA/ES/DE/BE 2025, OV/df, 116', Regie: Maryam Touzani, mit Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane

Die 79-jährige Spanierin Maria Angeles lebt allein in Tanger im Norden Marokkos und geniesst den Alltag in ihrer Stadt.

Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als ihre Tochter Clara aus Madrid anreist, um die Wohnung zu verkaufen, in der Maria immer gelebt hat. 

Divine Comedy

IR 2025, OV/df, 98', Regie: Ali Asgari, mit Bahram Ark, Sadaf Asgari, Bahman Ark, Faezeh Rad

Filmkritik von Walter Gasperi

Ein international gefeierter iranischer Filmemacher versucht, seinen neuesten Film trotz Aufführungsverbot in Teheran zu zeigen: Ali Asgari deckt mit bitterem Witz und gespickt mit filmischen Referenzen die Absurdität der Bürokratie und die Repressionen des iranischen Regimes auf, die sich immer wieder hinter Höflichkeiten verbergen.

Folichonneries

CA 2025 F/d, 101', Regie: Eric K. Boulianne, mit Eric K. Boulianne, Catherine Chabot, Florence Blain Mbaye

Filmkritik von Walter Gasperi

Ein Paar beschließt nach 16 gemeinsamen Jahren seiner Beziehung durch Öffnung für sexuelle Abenteuer neuen Schwung zu verleihen: Getragen von zwei blendend harmonierenden Hauptdarsteller:innen und spritzigen Dialogen, erzählt Eric K. Boulianne mit großer Offenheit und viel Witz von neuer Lust und Lebensfreude durch die Entdeckung bislang unbekannter Begierden.

Im Bann Der Quartzkristalle

CH 2026, CH-Dial., 94', Regie: Irene Marty, Dokumentarfilm

Seit Jahrhunderten locken Quarzkristalle Menschen in unwegsame Gebiete hoch in den Urner Alpen. Inneres Feuer, Legenden, Mythen und Träume begleiten sie beim «Strahlnen», der Suche nach den wundervollen Gebilden. Früher wie heute verbringen sie Tage, ja Wochen in der archaischen Berglandschaft, die sich in den letzten Jahren markant verändert hat. Doch trotz neuer Gefahren bleibt ihr Drang ungebrochen, die in Felsen verborgenen Schätze aufzuspüren und zu bergen. Derweilen interessieren sich Sammler:innen, Händler:innen, Museen für ihre Funde und Forschende ergründen die Entstehung der Kristalle und ihre Bedeutung für die Menschheit.

La Mia Famiglia Italiana

IT/FR 2025, OV/df, 97', Regie: Gianni Di Gregorio, mit Gianni Di Gregorio, Greta Scarano, Tom Wlaschiha

Filmkritik von Walter Gasperi

Der geruhsame Alltag eines pensionierten römischen Professors wird gestört, als überraschend aus Deutschland seine Tochter mit ihren beiden Kindern eintrifft: Gianni Di Gregorio erzählt gefühlvoll und mit sanftem Witz von den Freuden und Belastungen, die eine Familie mit sich bringt, und plädiert für Nachsicht gegenüber Schwächen und Fehlern. - Eine warmherzige und sehr menschliche, aber auch harmlose und altväterliche Komödie.

Las Corrientes

AR/CH 2025, OV/df, 104', Regie: Milagros Mumenthaler, mit Isabel Aimé Gonzalez-Sola, Esteban Bigliardi, Ernestina Gatti

Während eines Aufenthalts in Genf wird Lina, eine argentinische Stylistin, plötzlich von einem Impuls erfasst, den sie sich nicht erklären kann. Er weckt Erinnerungen an eine Vergangenheit, die sie längst überwunden glaubte. 

Le Chant Des Forêts

FR/US 2025, F/d, 95', Regie: Vincent Munier, Dokumentarfilm

Filmkritik von Walter Gasperi

In grandiosen Bildern und Tönen spürt Vincent Munier Flora und Fauna in den moosbedeckten Wäldern der Vogesen nach. – Einzig die etwas zu ausladenden Gespräche zwischen dem Regisseur, seinem Vater und seinem Sohn stören diesen betörend schönen Dokumentarfilm, der bei den Zuschauer:innen Staunen auslösen und Sensibilität für die Schönheiten, aber auch für die Fragilität der Natur wecken soll.

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Primavera - Vivaldi Und Ich

IT/FR 2024, I/df, 110', Regie: Damiano Michieletto, Michele Riondino, Tecla Insolia

Filmkritik von Walter Gasperi

Dem italienischen Opernregisseur Damiano Michieletto gelang mit seinem Filmdebüt ein von Musik durchzogenes, bewegendes Drama über den Kampf um weibliche Selbstbestimmung im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts: Ein gefällig erzählter und gut gespielter, aber auch etwas glatter Historienfilm, der Fakten und Fiktion mischt.

Rose

AT/DE 2026, D, 94', Regie: Markus Schleinzer, mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt

Filmkritik von Walter Gasperi

Eine Frau, die im Dreißigjährigen Krieg als Soldat gedient hat, versucht in einem protestantischen Dorf als Mann ihren Traum von Freiheit zu verwirklichen: Ein in starken Schwarzweißbildern, in genau kontrolliertem Rhythmus zurückhaltend inszenierter und von den phänomenalen Hauptdarstellerinnnen Sandra Hüller und Caro Braun getragenes Historiendrama über Sehnsucht nach Selbstbestimmung in einer religiös bestimmten, patriarchalen Gesellschaft

The North

NL 2025, OV/df, 131', Regie: Bart Schrijver, mit Bart Harder, Carlos Pulido

Ein Jahrzehnt nachdem sie beste Freunde und Mitbewohner waren, begeben sich Chris (35) und Lluis (34) auf eine 600 Kilometer lange Wanderung durch die schottischen Highlands. Entlang des West Highland Way und des Cape Wrath Trails verbringen sie 30 Tage gemeinsam in der Natur – in der Hoffnung, ihre einst so starke Freundschaft neu zu entfachen.

The Wizard Of The Kremlin

FR/US 2025, OV/df, 145', Regie Olivier Assayas, mit Paul Dano, Jude Law, Alicia Vikander

Filmkritik von Walter Gasperi

Olivier Assayas zeichnet in seinem Politthriller den Aufstieg Vladimir Putins zum autokratischen Herrscher nach: Ein rasanter Streifzug durch rund 25 Jahre russische Geschichte und eine packende Studie von Machtmechanismen und eines skrupellosen Manipulators.

Als Buch der Stunde galt der 2022 erschienene Roman "Der Magier im Kreml" von Giuliano da Empoli. Aus der Perspektive des fiktiven Vadim Baranov, für den Vladimir Putins realer Chefideologe und Berater Wladislaw Surkow als Vorbild diente, erzählt der schweizerisch-italienische Schriftsteller und Politikwissenschaftler darin vom Aufstieg des russischen Präsidenten.

Vie Privée

FR 2025, F/d, 101', Regie: Rebecca Zlotowski, mit Jodie Foster, Virginie Efira, Mathieu Amalric

Filmkritik von Walter Gasperi

Eine Psychiaterin stürzt nach dem Tod einer Patientin in eine Krise und steigert sich in den Verdacht, dass die Verstorbene einem Mord zum Opfer fiel: Ein rasanter Mix aus Thriller und Komödie, der aber trotz der beiden blendend harmonierenden Hauptdarsteller:innen Jodie Foster und Daniel Auteuil und zahlreicher Wendungen nicht richtig zünden will.

Walter Lietha - Drum Sing I Grad Drum

CH 2026, CH-Dial., 74', Regie: Stefan Haupt, Dokumentarfilm mit Walter Lietha, Stephan Eicher, Sophie Hunger

Der Bündner Sänger Walter Lietha zählte in den 1970er Jahren zu den grossen Namen der Schweizer Musikszene und wurde mit seinen poetischen, teils zeitkritischen Liedern zur Stimme einer Generation. Doch anfangs der 80er Jahre verstummte diese Stimme in der Öffentlichkeit weitgehend. 

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