À Voix Basse
Filmkritk von Walter Gasperi
Als eine in Frankreich lebende junge Tunesierin zum Begräbnis ihres Onkels in ihre Heimat zurückkehrt, werden nicht nur langsam Familiengeheimnisse gelüftet, sondern auch gesellschaftliche Repression sichtbar: Ein von einem starken Ensemble getragenes feinfühliges Drama, das sanft, aber entschieden für Toleranz und Offenheit plädiert.
Cosmos
In einem vergessenen Dorf in Yucatán kreuzt die 68-jährige Lena, eine einsame Witwe, den Weg des 62-jährigen Mayas Leon, der die Geheimnisse der Natur und der Geister hütet. Lena findet in Leon einen unerwarteten Gefährten.
Der Frosch Und Das Wasser
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz.
Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schliesst sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an.
H Is For Hawk
Filmkritik von Walter Gasperi
Eine britische Universitätsdozentin stürzt durch den plötzlichen Tod ihres geliebten Vaters in tiefe Trauer. Um dem Verstorbenen nahe zu sein, legt sie sich einen Habicht zu, verliert dabei aber zunehmend den Bezug zu ihrer Umwelt: Claire Foy brilliert in Philippa Lowthorpes feinfühliger Verfilmung von Helen Macdonalds autobiographischem Bestseller.
I Swear
Filmkritik von Walter Gasperi
Kirk Jones erzählt die Lebensgeschichte des am Tourette-Syndrom leidenden Schotten John Davidson als tragikomisches Feelgood-Movie: Ein von seinem großartigen Hauptdarsteller Robert Aramayo getragenes Biopic, das Akzeptanz gegenüber Menschen mit dieser Nervenkrankheit fördern soll und kann.
L'Affaire Bojarski
Filmkritik von Walter Gasperi
In der Nachkriegszeit entwickelte sich der während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich geflüchtete Pole Jan Bojarski zum brillanten Geldfälscher: Jean-Paul Salomé zeichnet seine Geschichte als Mix aus packendem Heist-Movie, Ehegeschichte und Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei nach.
La Hija Condor
Filmkritik von Walter Gassperi
Eine junge Indigene soll im bolivianischen Hochland Nachfolgerin ihrer Ziehmutter als Hebamme werden, doch die Verlockungen der modernen Stadt sind groß: Álvaro Olmos Torrico erzählt ruhig und in großartigen Bildern eindringlich vom Aufeinanderprallen von Traditionen und Moderne – und dem langsamen Verschwinden und der Verdrängung des Alten.