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À Bicyclette!

FR 2025, F/d, 88', Regie: Mathias Mlekuz, mit Mathias Mlekuz, Philippe Rebbot, Josef Mlekuz

Filmkritik von Walter Gasperi

Ein rund 60-jähriger Franzose bricht mit seinem langjährigen Freund zum Gedenken an seinen tragisch verstorbenen Sohn zu einer Radreise von der französischen Atlantikküste nach Istanbul auf: Ein quasidokumentarisches, großteils improvisiertes Roadmovie, das bewegend zwischen Trauer über den Verlust und Feier des Lebens pendelt.

Cinque Secondi

IT 2025, OV/df, 106', Regie: Paolo Virzì, mit Valerio Mastandrea, Galatéa Bellugi, Valeria Bruni

Filmkritik von Walter Gasperi

Ein wortkarger Eigenbrötler wird in seinem verfallenden Rückzugsort in der Toskana von einer Gruppe junger Erwachsener gestört, die den vernachlässigten Weinberg wieder kultivieren wollen: Mit starken Schauspieler:innen, aber wenig fokussierter Dramaturgie erzählt Paolo Virzi gefühlvoll von Schuldgefühlen, Einsamkeit und einem Neubeginn.

Ingeborg Bachmann – Jemand, Der Einmal Ich War

DE/AU 2026, D, 97', Regie: Regina Schilling, mit Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann, Max Frisch

Filmkritik von Walter Gasperi

Regina Schilling zeichnet in einer sorgfältigen Mischung aus inszenierten Szenen mit Sandra Hüller und Archivmaterial vielstimmig und mit großem Erzählfluss das Leben der 1973 im Alter von nur 47 Jahren verstorbenen österreichischen Schriftstellerin nach.

Moscas

MX 2026, OV/df, 99', Regie: Fernando Eimbcke, mit Teresita Sànchez, Bastian Escobar, Hugo Ramírez

Olga führt ein streng geregeltes Leben ohne Freundschaften und Beziehungen. Sie wohnt in einem riesigen Wohnblock. 

NAZA

GB/US 2026, OV/df, 80, Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor, Dokumentarfilm

Aufgenommen bei Nacht auf den Dächern von Tel Aviv, enthüllt der Film detailliert die Systeme hinter Israels gezielter Massentötung palästinensischer Zivilist:innen im Gazastreifen.

Sie Glauben An Engel, Herr Dworak?

CH/DE 2025, D, 126', Regie: Nicolas Steiner, mit Luna Wedler, Karl Markovics, Lars Eidinger

Die optimistische Studentin Lena übernimmt einen Schreibkurs – ihr einziger Teilnehmer ist Hugo Drowak, ein verbitterter, trinkender Misanthrop. Einst schrieb er voller Leidenschaft Liebesgedichte, bis eine Enttäuschung ihn in Alkohol und Isolation trieb. 

Tristan Forever

CH 2026, OV/df, 90', Regie: Tobias Nölle, Dokumentarfilm mit Loran Bonnardot, Martin Green, Glenda Rogers

Die Zeit steht still auf Tristan da Cunha, nur selten verirrt sich ein Neuankömmling hierher. Einzig auf dem Seeweg ist die Insel erreichbar, nach mehr als einer Woche Fahrt. Es ist die entlegenste bewohnte Insel mitten im Südatlantik. Eine eigene Welt, fernab von allem.

Un Poeta

CO/DE/SE 2026, OV/df, 123', Regie: Simón Mesa Soto, mit Rebeca Andrade, Guillermo Cardona, Alisson Correa,

Oscar Restrepo, ein Dichter, dessen Leidenschaft für die Poesie ihm nie Anerkennung eingebracht hat, lebt als gealterter und unberechenbarer Mann im Schatten des literarischen Ruhms. Nun ist er jenseits der 50, musste wieder bei seiner Mutter einziehen und verdient seine kleinen Brötchen als Lehrer an der Schule. 

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Vaterland

PL/DE/IT/FR/GB 2025, D, 82', Regie: Pawel Pawlikowski, mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl

Filmkritik von Walter Gasperi

Pawel Pawlikowski schickt Hanns Zischler und Sandra Hüller als Thomas Mann und Tochter Erika auf eine Reise durch das in Trümmern liegende, geteilte Deutschland des Jahres 1949: Ein visuell brillanter, meisterhaft verdichteter und großartig gespielter Film über die Sehnsucht nach Heimat und Identität.