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Amarga Navidad

ES 2026, OV/df, 111', Regie: Pedro Almodóvar, mit Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón

Elsa arbeitet als Werbedirektorin und verliert während der Dezemberferien ihre Mutter. Statt innezuhalten, stürzt sie sich weiter in ihre Arbeit und verdrängt die Trauer, ohne sich bewusst mit dem Verlust auseinanderzusetzen. 

Calle Málaga

FR/MA/ES/DE/BE 2025, OV/df, 116', Regie: Maryam Touzani, mit Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane

Filmkritik von Walter Gasperi

Carmen Maura brilliert als Seniorin, die von ihrer Tochter in ein Pflegeheim abgeschoben wird, sich aber widersetzt und nochmals Lebensfreude findet: Gefühlvoll und rund inszeniertes, warmherziges Feelgood-Movie über Selbstbestimmung im Alter und Bindung an ein Milieu, das sich aber auch in bekannten Bahnen entwickelt und Ecken und Kanten weitgehend vermissen lässt.

Fuori

IT/FR 2025, OV/df, 115', Regie: Mario Martone, mit Valeria Golino, Matilda de Angelis, Elodie, Corrado Fortuna

Rom, 1980. Die Schriftstellerin Goliarda Sapienza, bekannt durch den epochalen Roman „Die Kunst der Freude“, landet wegen Schmuckdiebstahls im Gefängnis, doch die Begegnung mit einigen jungen weiblichen Insassinnen erweist sich für sie als eine Art Wiedergeburt. 

I Swear

GB 2025, OV/df, 121', Regie: Kirk Jones, mit Peter Mullan, Shirley Henderson, Robert Aramayo

Filmkritik von Walter Gasperi

Kirk Jones erzählt die Lebensgeschichte des am Tourette-Syndrom leidenden Schotten John Davidson als tragikomisches Feelgood-Movie: Ein von seinem großartigen Hauptdarsteller Robert Aramayo getragenes Biopic, das Akzeptanz gegenüber Menschen mit dieser Nervenkrankheit fördern soll und kann.

La Beauté de l'Âne

CH 2025, OV/df, 75', Regie: Dea Gjinovci, Dokumentarfilm

Die Filmemacherin Dea Gjinovci und ihr Vater, der seit sechzig Jahren im Exil in Genf lebt, kehren in sein Heimatdorf Makermal im Kosovo zurück. Das Dorf wurde im Krieg zerstört, und das Einzige, was blieb, sind die Erzählungen der noch lebenden Dorfbewohner. Es ist eine Gemeinschaft der Resilienz, und so ist auch ihre Geschichte.

La Maison Des Femmes

FR 2025, F/d, 111', Regie: Mélisa Godet, mit Juliette Armanet, Aure Atika, Karin Viard

Zuhören, behandeln, emotional stärken: Mit all ihrer Energie engagieren sich Diane, Manon, Inès, Awa und ihr Team in ihrem einzigartigen Zentrum. Sie bieten Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, eine umfassende Behandlung, welche etwa therapeutische Gespräche, medizinische Hilfe, Unterstützung bei der Unterkunftssuche oder verschiedene Kurse umfasst. Ihr Ziel ist es, die Frauen bestmöglich zu unterstützen und ihnen neues Selbstvertrauen zu vermitteln. Gleichzeitig sehen sich die engagierten Fachkräfte des Zentrums im Privatleben mit eigenen Konflikten und Herausforderungen konfrontiert.

La Mia Famiglia Italiana

IT/FR 2025, OV/df, 97', Regie: Gianni Di Gregorio, mit Gianni Di Gregorio, Greta Scarano, Tom Wlaschiha

Filmkritik von Walter Gasperi

Der geruhsame Alltag eines pensionierten römischen Professors wird gestört, als überraschend aus Deutschland seine Tochter mit ihren beiden Kindern eintrifft: Gianni Di Gregorio erzählt gefühlvoll und mit sanftem Witz von den Freuden und Belastungen, die eine Familie mit sich bringt, und plädiert für Nachsicht gegenüber Schwächen und Fehlern. - Eine warmherzige und sehr menschliche, aber auch harmlose und altväterliche Komödie.

Love On Trial

JP 2025, OV/df, 124', Regie: Koji Fukada, mit Kyoko Saito, Yuki Kura, Erika Karata

Filmkritik von Walter Gasperi

Die Mitglieder einer japanischen Girl-Pop-Band träumen von Erfolg und Karriere, müssen dafür aber einen Vertrag in Kauf nehmen, der ihre persönlichen Freiheiten drastisch einschränkt. - Kôji Fukada deckt präzise und vielschichtig die Mechanismen in der japanischen Pop-Industrie auf und stellt der Reglementierung und Einengung ein Plädoyer für die Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums gegenüber.

Primavera - Vivaldi Und Ich

IT/FR 2024, I/df, 110', Regie: Damiano Michieletto, Michele Riondino, Tecla Insolia

Filmkritik von Walter Gasperi

Dem italienischen Opernregisseur Damiano Michieletto gelang mit seinem Filmdebüt ein von Musik durchzogenes, bewegendes Drama über den Kampf um weibliche Selbstbestimmung im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts: Ein gefällig erzählter und gut gespielter, aber auch etwas glatter Historienfilm, der Fakten und Fiktion mischt.

Renoir

JP 2025, OV/df, 119', Regie: Chie Hayakawa, mit Yui Suzuki, Hikari Ishida, Lily Franky

Filmkritik von Walter Gasperi

Chie Hayakwa zeichnet in ihrem zweiten Spielfilm ein einfühlsames Porträt einer einsamen Elfjährigen, die vor der unheilbaren Krebserkrankung ihres Vaters in eine Fantasiewelt flüchtet: Ein leises und unaufgeregtes Drama mit einer großartigen Yui Suzuki in der Hauptrolle.

Solomamma

NO 2025, OV/df, 95', Regie: Regie: Janicke Askevold, mit Lisa Loven Kongsli, Herbert Nordrum

Edith ist eine von Neugier getriebene Journalistin und alleinerziehende Mutter.

Als die Identität ihres Samenspenders bekannt wird, spürt sie ihn unter dem Vorwand auf, ihn über seine Firma zu interviewen. 

Sonderfall - Was ist schon neutral?

CH 2026, F/D/df, 84', Regie: Stéphane Goël, Mehdi Atmani, Dokumentarfilm

Der eine ist Sohn eines Waadtländer Bauern, der andere Sohn eines eingebürgerten kabylischen Seeigelfischers: Stéphane und Mehdi sind Schweizer. Also neutral. Es ist das eine entscheidende Merkmal, das sie auch mit einem Zürcher Bankier oder einem Schwinger aus dem Toggenburg teilen, denn in der Schweiz haben wir die Neutralität zum höchsten Identitätswert erhoben.

The Love That Remains

IS 2025, OV/df, 100', Regie: Hlynur Pálmason, mit Saga Garðarsdóttir, Sverrir Guðnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir

Magnús ist als Fischer oft wochenlang auf hoher See. Anna ist Künstlerin und hofft, bald in einer Galerie ausstellen zu können. Die beiden haben sich vor Kurzem getrennt. Er ist ausgezogen. Sie ist im abgelegenen Haus nahe der isländischen Küste geblieben, zusammen mit ihren gemeinsamen Kindern und dem Familienhund. Doch Anna und Magnús schaffen es nicht wirklich, ihre Leben zu entflechten. Wegen der Kinder – oder ist da vielleicht noch eine Form von Liebe zwischen ihnen, die nicht vergeht?