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Amarga Navidad

ES 2026, OV/df, 111', Regie: Pedro Almodóvar, mit Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón

Filmkritik von Walter Gasperi

In seinem 24. Spielfilm reflektiert Pedro Almodóvar in verschachtelter Erzählweise anhand eines in einer Schaffenskrise steckenden Regisseurs über Fiktion und Realität, über künstlerische Inspiration und Ausbeutung realer Schicksale: Ein kunstvoller, zwischen Autofiktion und Melodram pendelnder Film, der aber aufgrund seiner Überkonstruktion nur bedingt emotionale Kraft entwickelt.

Calle Málaga

FR/MA/ES/DE/BE 2025, OV/df, 116', Regie: Maryam Touzani, mit Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane

Filmkritik von Walter Gasperi

Carmen Maura brilliert als Seniorin, die von ihrer Tochter in ein Pflegeheim abgeschoben wird, sich aber widersetzt und nochmals Lebensfreude findet: Gefühlvoll und rund inszeniertes, warmherziges Feelgood-Movie über Selbstbestimmung im Alter und Bindung an ein Milieu, das sich aber auch in bekannten Bahnen entwickelt und Ecken und Kanten weitgehend vermissen lässt.

Cosmos

CH/MX/FR 2024, OV/df, 152', Regie: Germinal Roaux, mit Ángela Molina, Andrés Catzín, Erandeni Durán

In einem vergessenen Dorf in Yucatán kreuzt die 68-jährige Lena, eine einsame Witwe, den Weg des 62-jährigen Mayas Leon, der die Geheimnisse der Natur und der Geister hütet. Lena findet in Leon einen unerwarteten Gefährten. 

Fuori

IT/FR 2025, OV/df, 115', Regie: Mario Martone, mit Valeria Golino, Matilda de Angelis, Elodie, Corrado Fortuna

Rom, 1980. Die Schriftstellerin Goliarda Sapienza, bekannt durch den epochalen Roman „Die Kunst der Freude“, landet wegen Schmuckdiebstahls im Gefängnis, doch die Begegnung mit einigen jungen weiblichen Insassinnen erweist sich für sie als eine Art Wiedergeburt. 

I Swear

GB 2025, OV/df, 121', Regie: Kirk Jones, mit Peter Mullan, Shirley Henderson, Robert Aramayo

Filmkritik von Walter Gasperi

Kirk Jones erzählt die Lebensgeschichte des am Tourette-Syndrom leidenden Schotten John Davidson als tragikomisches Feelgood-Movie: Ein von seinem großartigen Hauptdarsteller Robert Aramayo getragenes Biopic, das Akzeptanz gegenüber Menschen mit dieser Nervenkrankheit fördern soll und kann.

L'Inconnu De La Grande Arche

FR/DK 2025, F/d, 107', Regie: Stéphane Demoustier, mit Claes Bang, Sidse Babett Knudsen, Xavier Dolan

Johan Otto von Spreckelsen? Als der französische Präsident François Mitterrand 1983 den Namen des Gewinners eines hochdotierten Architekturwettbewerbs bekannt gibt, ist das Erstaunen gross. Niemand kennt den 53-jährigen dänischen Architekten. 

La Hija Condor

BO 2025, OV/df, 103', Regie: Álvaro Olmos Torrico, mit María Magdalena Sanizo, Marisol Vallejo Montaño, Nely Huayta

Filmkritik von Walter Gassperi

Eine junge Indigene soll im bolivianischen Hochland Nachfolgerin ihrer Ziehmutter als Hebamme werden, doch die Verlockungen der modernen Stadt sind groß: Álvaro Olmos Torrico erzählt ruhig und in großartigen Bildern eindringlich vom Aufeinanderprallen von Traditionen und Moderne – und dem langsamen Verschwinden und der Verdrängung des Alten.

Primavera - Vivaldi Und Ich

IT/FR 2024, I/df, 110', Regie: Damiano Michieletto, Michele Riondino, Tecla Insolia

Filmkritik von Walter Gasperi

Dem italienischen Opernregisseur Damiano Michieletto gelang mit seinem Filmdebüt ein von Musik durchzogenes, bewegendes Drama über den Kampf um weibliche Selbstbestimmung im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts: Ein gefällig erzählter und gut gespielter, aber auch etwas glatter Historienfilm, der Fakten und Fiktion mischt.

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The Love That Remains

IS 2025, OV/df, 100', Regie: Hlynur Pálmason, mit Saga Garðarsdóttir, Sverrir Guðnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir

Magnús ist als Fischer oft wochenlang auf hoher See. Anna ist Künstlerin und hofft, bald in einer Galerie ausstellen zu können. Die beiden haben sich vor Kurzem getrennt. Er ist ausgezogen. Sie ist im abgelegenen Haus nahe der isländischen Küste geblieben, zusammen mit ihren gemeinsamen Kindern und dem Familienhund. Doch Anna und Magnús schaffen es nicht wirklich, ihre Leben zu entflechten. Wegen der Kinder – oder ist da vielleicht noch eine Form von Liebe zwischen ihnen, die nicht vergeht?

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