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Amarga Navidad

ES 2026, OV/df, 111', Regie: Pedro Almodóvar, mit Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón

Elsa arbeitet als Werbedirektorin und verliert während der Dezemberferien ihre Mutter. Statt innezuhalten, stürzt sie sich weiter in ihre Arbeit und verdrängt die Trauer, ohne sich bewusst mit dem Verlust auseinanderzusetzen. 

Barbara Buser - Pionierin Der Nachhaltigkeit

CH 2026, CH-Dial./f, 120', Regie: Gabriele Schärer, Dokumentarfilm

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. 

Calle Málaga

FR/MA/ES/DE/BE 2025, OV/df, 116', Regie: Maryam Touzani, mit Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane

Filmkritik von Walter Gasperi

Carmen Maura brilliert als Seniorin, die von ihrer Tochter in ein Pflegeheim abgeschoben wird, sich aber widersetzt und nochmals Lebensfreude findet: Gefühlvoll und rund inszeniertes, warmherziges Feelgood-Movie über Selbstbestimmung im Alter und Bindung an ein Milieu, das sich aber auch in bekannten Bahnen entwickelt und Ecken und Kanten weitgehend vermissen lässt.

I Swear

GB 2025, OV/df, 121', Regie: Kirk Jones, mit Peter Mullan, Shirley Henderson, Robert Aramayo

Im jungen Alter wurde Davidson, nachdem sein Umfeld ihn lange für «verrückt» gehalten hatte, mit dem Tourette-Syndrom diagnostiziert – einer Erkrankung, die bislang weitgehend unbekannt war. 

Im Bann Der Quartzkristalle

CH 2026, CH-Dial., 94', Regie: Irene Marty, Dokumentarfilm

Seit Jahrhunderten locken Quarzkristalle Menschen in unwegsame Gebiete hoch in den Urner Alpen. Inneres Feuer, Legenden, Mythen und Träume begleiten sie beim «Strahlnen», der Suche nach den wundervollen Gebilden. Früher wie heute verbringen sie Tage, ja Wochen in der archaischen Berglandschaft, die sich in den letzten Jahren markant verändert hat. Doch trotz neuer Gefahren bleibt ihr Drang ungebrochen, die in Felsen verborgenen Schätze aufzuspüren und zu bergen. Derweilen interessieren sich Sammler:innen, Händler:innen, Museen für ihre Funde und Forschende ergründen die Entstehung der Kristalle und ihre Bedeutung für die Menschheit.

La Beauté de l'Âne

CH 2025, OV/df, 75', Regie: Dea Gjinovci, Dokumentarfilm

Die Filmemacherin Dea Gjinovci und ihr Vater, der seit sechzig Jahren im Exil in Genf lebt, kehren in sein Heimatdorf Makermal im Kosovo zurück. Das Dorf wurde im Krieg zerstört, und das Einzige, was blieb, sind die Erzählungen der noch lebenden Dorfbewohner. Es ist eine Gemeinschaft der Resilienz, und so ist auch ihre Geschichte.

La Mia Famiglia Italiana

IT/FR 2025, OV/df, 97', Regie: Gianni Di Gregorio, mit Gianni Di Gregorio, Greta Scarano, Tom Wlaschiha

Filmkritik von Walter Gasperi

Der geruhsame Alltag eines pensionierten römischen Professors wird gestört, als überraschend aus Deutschland seine Tochter mit ihren beiden Kindern eintrifft: Gianni Di Gregorio erzählt gefühlvoll und mit sanftem Witz von den Freuden und Belastungen, die eine Familie mit sich bringt, und plädiert für Nachsicht gegenüber Schwächen und Fehlern. - Eine warmherzige und sehr menschliche, aber auch harmlose und altväterliche Komödie.

Las Corrientes

AR/CH 2025, OV/df, 104', Regie: Milagros Mumenthaler, mit Isabel Aimé Gonzalez-Sola, Esteban Bigliardi, Ernestina Gatti

Während eines Aufenthalts in Genf wird Lina, eine argentinische Stylistin, plötzlich von einem Impuls erfasst, den sie sich nicht erklären kann. Er weckt Erinnerungen an eine Vergangenheit, die sie längst überwunden glaubte. 

Le Chant Des Forêts

FR/US 2025, F/d, 95', Regie: Vincent Munier, Dokumentarfilm

Filmkritik von Walter Gasperi

In grandiosen Bildern und Tönen spürt Vincent Munier Flora und Fauna in den moosbedeckten Wäldern der Vogesen nach. – Einzig die etwas zu ausladenden Gespräche zwischen dem Regisseur, seinem Vater und seinem Sohn stören diesen betörend schönen Dokumentarfilm, der bei den Zuschauer:innen Staunen auslösen und Sensibilität für die Schönheiten, aber auch für die Fragilität der Natur wecken soll.

Love On Trial

JP 2025, OV/df, 124', Regie: Koji Fukada, mit Kyoko Saito, Yuki Kura, Erika Karata

Mai ist ein aufstrebendes J-Pop-Idol, gebunden an ein System strenger Regeln und makelloser Inszenierung. Als sie sich verliebt, verstösst sie gegen eine zentrale Klausel ihres Vertrags: ein Liebesverbot. Bald wird die Beziehung öffentlich und Mai verliert nicht nur ihre Karriere, sondern steht vor Gericht verklagt von ihrer eigenen Agentur. Zwischen medialem Druck, juristischer Härte und Selbstzweifeln beginnt ein persönlicher wie politischer Kampf um das Recht auf Liebe und Selbstbestimmung. Der etablierte Regisseur Koji Fukada wirft ein Licht auf die Schattenseiten einer Milliardenindustrie.

Primavera - Vivaldi Und Ich

IT/FR 2024, I/df, 110', Regie: Damiano Michieletto, Michele Riondino, Tecla Insolia

Filmkritik von Walter Gasperi

Dem italienischen Opernregisseur Damiano Michieletto gelang mit seinem Filmdebüt ein von Musik durchzogenes, bewegendes Drama über den Kampf um weibliche Selbstbestimmung im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts: Ein gefällig erzählter und gut gespielter, aber auch etwas glatter Historienfilm, der Fakten und Fiktion mischt.

Renoir

JP 2025, OV/df, 119', Regie: Chie Hayakawa, mit Yui Suzuki, Hikari Ishida, Lily Franky

In der Vorstadt von Tokio, 1987. Die 11-jährige Fuki verbringt ihre Zeit zwischen dem Krankenhaus, in dem sie ihrem schwer kranken Vater Gesellschaft leistet. Oft ist sie allein, da ihre Mutter viel arbeitet und sie vernachlässigt. 

Rose

AT/DE 2026, D, 94', Regie: Markus Schleinzer, mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt

Filmkritik von Walter Gasperi

Eine Frau, die im Dreißigjährigen Krieg als Soldat gedient hat, versucht in einem protestantischen Dorf als Mann ihren Traum von Freiheit zu verwirklichen: Ein in starken Schwarzweißbildern, in genau kontrolliertem Rhythmus zurückhaltend inszenierter und von den phänomenalen Hauptdarstellerinnnen Sandra Hüller und Caro Braun getragenes Historiendrama über Sehnsucht nach Selbstbestimmung in einer religiös bestimmten, patriarchalen Gesellschaft

Sonderfall - Was ist schon neutral?

CH 2026, F/D/df, 84', Regie: Stéphane Goël, Mehdi Atmani, Dokumentarfilm

Der eine ist Sohn eines Waadtländer Bauern, der andere Sohn eines eingebürgerten kabylischen Seeigelfischers: Stéphane und Mehdi sind Schweizer. Also neutral. Es ist das eine entscheidende Merkmal, das sie auch mit einem Zürcher Bankier oder einem Schwinger aus dem Toggenburg teilen, denn in der Schweiz haben wir die Neutralität zum höchsten Identitätswert erhoben.

Wolves

CH 2025, CH-Dial., 97', Regie: Jonas Ulrich, mit Selma Kopp, Bartosz Bielenia, Fabian Künzli

Die 23-jährige Luana sehnt sich danach, ihrem behüteten Alltag zu entfliehen. Als ihr Cousin Domi sie der Black-Metal-Band WLVS und deren geheimnisvollem Sänger Wiktor vorstellt, ist sie sofort fasziniert. Kurzerhand entschliesst sie sich, mit der Band auf Tour zu gehen, und taucht ein in ene Welt aus Freiheit und Chaos.