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Un homme qui crie

FR 2010, 92 Min., OV/df, Regie: Mahamet-Saleh Haroun, mit Youssouf Djaoro, Diouc Koma, Djaneba Kone, Emil Abossolo M'Bo, Heling Li

Rezension von Walter Gasperi

Nach „Abouna“ und „Daratt“ erzählt Mahamat-Saleh Haroun erneut eine Vater-Sohn-Geschichte vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im Tschad. Und wieder zieht der aus dem Tschad stammende Regisseur mit seiner unaufgeregten und leisen Erzählweise den Zuschauer langsam in ein Drama hinein, das um universelle Fragen kreist.

Un Métier Serieux

FR 2023, F/d, 103', Regie: Thomas Lilti, mit François Cluzet, Vincent Lacoste, Adèle Exarchopoulos

Filmkritik von Walter Gasperi

Dem negativen Image des Lehrberufs stellt Thomas Lilti das Engagement eines Kollegiums an einem französischen Gymnasium gegenüber und zeigt die vielfältigen Herausforderungen dieses Berufs: Ein von einem fulminant aufspielenden Ensemble getragener und dynamisch inszenierter, mitreißender Spielfilm.

Un P'tit Truc En Plus

FR 2024, F/d/D, 99', Regie: Artus, mit Artus, Clovis Cornillac, Alice Belaïdi

Auf der Flucht vor der Polizei, müssen ein Sohn und sein Vater in einem Ferienlager für junge Erwachsene mit Behinderungen Zuflucht suchen. Dort geben sie sich als Bewohner und Betreuer aus.

Un petit coin de paradis

CH 2008, 85 Min., F/d, Regie: Jacqueline Veuve, Dokumentarfilm

Rezension von Cindy Hertach

Ossona, im Val d’Hérens: Dem kleinen Walliser Weiler nahe der Grande-Dixence Staumauer erging es damals in den 1960er Jahren wie heute noch so manchem Schweizer Bergdorf.

Un secret

F 2007, F/d, 100 Min, Regie: Claude Miller, mit Patrick Bruel, Cécile de France, Ludivine Sagnier

Pressetext

Die Erforschung eines dunklen Familiengeheimnisses und die Geschichte einer Leidenschaft bilden den Kern dieser inneren Reise von François, einem einsamen Kind, das einen Bruder für sich erfindet und sich die Vergangenheit seiner Eltern ausmalt.

Una noche

CUB 2012, 90 Min., OV/df, Regie: Lucy Mulloy, mit Dariel Arrechaga, Anailín de la Rúa de la Torre, Javier Núñez Florián

Havanna heute. Lila und Zwillingsbruder Elio träumen von einem anderen Leben. Zwar ist da die karibische Stadt, die sie packt und fasziniert, gleichzeitig wissen sie, dass es andere Möglichkeiten gibt und dass ihr Leben oft genug am Rand steht. Raúl wird mit ihnen das Weite suchen. Ein Film voller Energie über eine Insel, auf der man bleiben möchte und doch abhaut.

Una noche sin luna

UR/AR 2014, 80 Min., OV/df, Regie: Germán Tejeira, mit Daniel Melingo, Elisa Gagliano, Roberto Suarez, Marcel Keroglian

Silvesternacht in Uruguay. Drei Männer sind auf dem Weg in eine Kleinstadt: Der geschiedene Taxifahrer César besucht die neue Familie seiner Ex-Frau und versucht die Liebe seiner 5-jährigen Tochter Lucia zurückzugewinnen.

Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives

TH 2010, 114 Min., OV/df, Regie: Apichatpong Weerasethakul, mit Jenjira Pongpas, Sakda Kaewbuadee, Natthakarn Aphaiwonk, Geerasak Kulhong, Thanapat Saisaymar

Rezension von Irene Genhart

Der Thailänder Apichatpong Weerasethakul begleitet in seinem 2010 mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichneten Film seinen Protagonisten in den Tod und setzt sich dabei intensiv mit menschlichen Seins- und Seelenzuständen auseinander.

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Und Morgen die ganze Welt

DE/FR 2020, D, 111', Regie: Julia von Heinz, mit Mala Emde, Noah Saavedra, Tonio Schneider

Filmkritik von Philipp Stadelmaier

Am Anfang schmeisst eine junge Frau unter einer Autobahnbrücke ein Gewehr fort. Es handelt sich um Luisa, Anfang 20, gespielt von Mala Emde. Danach folgt der Sprung zurück, in das «einige Zeit zuvor». Und morgen die ganze Welt beginnt, wie so viele Filme heute beginnen: mit einem Flash Forward, auf das die Rekonstruktion der Vorgeschichte folgt. Es ist in Wahrheit die Geschichte der Regisseurin – ihre Jugend in einer antifaschistischen Gruppe.

Under the Skin

USA 2013, 108 Min., E/df, Regie: Jonathan Glazer, mit Scarlett Johansson, Antonia Campbell-Hughes, Paul Brannigan

Scarlett Johansson als Alien auf einer Reise durch Schottland.

Une Estonienne à Paris

FR 2012, 94 Min., F/d, Regie: Ilmar Raag, mit Jeanne Moreau, Laine Mägi, Patrick Pineau

Anne verlässt Estland und macht sich mit einem Köfferchen auf zum Ort ihrer Sehnsucht. In Paris angekommen, tritt sie unverzüglich ihre neue Stelle an: Anne soll sich um Frida kümmern.

Une Jeunesse Allemande - Eine Deutsche Jugend

F/CH/D 2015, 96 Min., D, Regie: Jean-Gabriel Périot, Dokumentarfilm

Ein Dokument zum Konflikt zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der RAF, der zugleich ein Krieg der Bilder war. Ein Krieg, der nicht nur in den Medien, sondern auch in der Filmszene hitzig diskutiert und kommentiert wurde. Périot schneidet die Positionen kunstvoll gegeneinander zu einem vielstimmigen Kaleidoskop.
(Text: Xenix Film)

United States Of Love

PL/SE 2016, OV/df, 106 Min., Regie: Tomasz Wasilewski, mit Julia Kijowska, Magdalena Cielecka, Dorota Kolak

Polen, kurz nach dem Mauerfall. Eine Zeit des Umbruchs, voller Hoffnungen und Unsicherheiten.

Unrueh

CH 2022, OV/df, 93', Regie: Cyril Schäublin, mit Clara Gostynski, Alexei Evstratov, Monika Stalder

Filmkritik von Walter Gasperi

In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts kommt ein russischer Kartograf und Geologe in den Schweizer Jura, wo ihn die anarchistische Einstellung der Arbeiterinnen in der Uhrenindustrie fasziniert: Das Setting ist historisch, doch Cyril Schäublin verhandelt in seinem formal strengen Film ebenso unaufdringlich wie klug auch aktuelle Themen.

Unser Garten Eden

CH 2010, 97 Min., Dialekt, Regie: Mano Khalil, Dokumentarfilm

Rezension von Bettina Spoerri

Mano Khalil erzählt in seinem Dokumentarfilm witzige, absurde und tragische Geschichten aus dem Schrebergarten.

Unser täglich Brot

A 2005, 92 Min., 35mm, HDCam, Dokumentarfilm, Regie & Kamera: Niklaus Geyrhalter

Pressetext

Ein Blick in die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft!

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Unter Wasser Atmen

CH 2011, 90 Min., Dialekt, Regie: Stefan Muggli, Andri Hinnen, Dokumentarfilm

Pressetext

Es ist der Albtraum eines jeden Menschen. Man wacht auf, ist blind und vollständig gelähmt. So erging es Nils Jent als er nach einem schweren Motorradunfall ins Koma fällt - ein medizinisches Wunder, dass er überlebt hat. Als er aufwacht, ist er von Kopf bis Fuss gelähmt, vollständig erblindet und sprechunfähig.

Ursula - Leben in Anderswo

CH 2011, 86 Min., Dialekt, Regie: Rolf Lyssy, Dokumentarfilm

Pressetext

Als Ursula Bodmer 1951 in Zürich zur Welt kommt, merkt niemand etwas. Nach einiger Zeit aber zeigt sich, dass das Kind, dessen Mutter es sofort nach der Geburt verlassen hat, blind und taub ist. Ursula steht eine Heimkarriere bevor - die Ärzte gehen von einer kurzen Lebensdauer aus.

Václav

CZ 2008, 100 Min., OV/df, Regie: Jiri Vejdelek, mit Ivan Trojan, Emilia Vasaryora, Jan Budar, Kiri Labus

Rezension von Irene Genhart

Bei der grossen Amnestie, welche Václav Havel Anfang der 90er Jahre veranlasste, kam auch ein Mann frei, dessen Inhaftierung weniger einem begangenen Verbrechen, denn dem Versagen der Gesellschaft zuzuschreiben war. Ausgehend von dessen Geschichte drehte Jiří Vejdělek die Herz erwärmende Tragikomödie „Václav“.

Vaters Garten

CH 2013, 93 Min., D, Regie: Peter Liechti, Dokumentarfilm

VATERS GARTEN ist der Versuch einer persönlichen Geschichtsrevision. Ein Heimatfilm und eine Groteske - eine Studie über den Alltag meiner alten Eltern und ein Kaspertheater.

Vénus noire

FR 2010, 160 Min., OV/df, Regie: Abdellatif Kechiche, mit Elina Löwensohn, Olivier Gourmet, Yahima Torres

VENUS NOIRE erzählt die Geschichte von Saartjie „Sarah“ Baartmans – der schwarzen Venus. Die afrikanische Dienstmagd wird Anfang des 19. Jahrhunderts vom Unternehmer Hendrick Caezar nach England gebracht.

Verblendung

S 2008, 153 Min., OV/df, Regie: Niels Arden Oplev, mit Mikael Nyqvist, Noomi Rapace, Sven-Bertil Taube, Lena Endre

Rezension von Walter Gasperi

Zum Bestseller-Autor wurde der schwedische Journalist Stieg Larsson mit seiner “Millenium”-Trilogie, ehe er im November 2004 völlig überraschend im Alter von 50 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts verstarb.

Viceroy's House

IN 2016, OV/df, D, 106 Min., Regie: Gurinder Chadha, mit Gillian Anderson, Hugh Bonneville, Michael Gambon, Lily Travers, Simon Callow

Als 1947 die britische Kolonialherrschaft in Indien zu Ende geht, werden Lady und Lord Mountbatten für sechs Monate nach Delhi ins Viceroy’s House geschickt. Der Urenkel von Queen Victoria soll als letzter Vizekönig Mountbatten für den reibungslosen Übergang des Landes in die Unabhängigkeit sorgen.

Vicky Cristina Barcelona

USA/ES 2008, 96 Min., OV/df, Regie: Woody Allen, mit Scarlett Johansson, Rebecca Hall, Javier Bardem, Penelope Cruz

Pressetext

Zwei junge Amerikanerinnen, Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) verbringen gemeinsam den Sommer in Barcelona. Erstere ist verlobt und äusserst pflichtbewusst.

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Videocracy

S 2009, 85 Min., OV/df, Regie: Erik Gandini, mit Silvio Berlusconi, Ricky Canevali, Marella Giovannelli

Rezension von Doris Senn

Dass Italien vom TV-Mogul Silvio Berlusconi regiert wird, ist nur allzu bekannt. "Videocracy" zeichnet ein ernüchterndes Porträt eines TV-Agenten, eines "Paparazzo" und eines Möchtegern-Stars.

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