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Gigante

Uruguay 2009, 84 Min., OV/df, Regie: Adriàn Biniez, Horacio Camandule, Leonor Svarcas, Néstor Guzzini

Rezension von Stefan Volk

Am Ende steht dieser Bär von einem Mann am Strand von Montevideo, und die Kamera spielt so geschickt mit der Perspektive, dass er wirklich wie ein gigantischer Riese über dem Geschehen zu thronen scheint. Am Ende von Adrián Biniez’ auf der „Berlinale“ mit dem Jurypreis ausgezeichnetem Regiedebüt wissen wir allerdings auch, dass sich hinter der massiven Gestalt von Jara (Horacio Camandule) ein sensibles, schüchternes Wesen verbirgt.

Ginger & Rosa

GB 2012, 90 Min., E/df, Regie: Sally Potter, mit Elle Fanning, Alice Englert, Annette Bening

London 1962. Ginger und Rosa sind 17 und unzertrennliche Freundinnen. Zwischen ihnen gibt es keine Geheimnisse. Sie reden über Liebe, Religion, Frisuren, Politik, Sex. Und träumen von einer Zukunft voller abenteuerlicher Freiheiten. Eines wollen sie keinesfalls: im selben Alltagsmief landen wie ihre Mütter.

Giochi d'Estate - Summer Games

CH 2011, 101 Min., It/df, Regie: Rolando Colla, mit Armando Condolucci, Fiorella Campanella, Alessia Barela, Antonio Merone

Pressetext

Die Geschichte zweier Paare in der kurzen Ferienzeit eines Sommers am Meer.

Giorni e nuvole

I/CH 2007, 115 Min., OV/df, Regie: Silvio Soldini, mit: Margherita Buy, Antonio Albanese, Alba Rohrwacher

Pressetext

Elsa und Michele leben in Genua und sind finanziell gut gestellt. Ihre zwanzigjährige Tochter geht ihre eigenen Wege. So hat Elsa einen Traum verwirklichen können: ein Kunstgeschichts-Studium.
Da gesteht Michele seiner Frau, dass er vor zwei Monaten seine Arbeit verloren hat - bei der Firma, welche er vor Jahren selbst gegründet hat.

Giulias Verschwinden

CH 2009, 87 Min., D, Regie: Christoph Schaub, mit Corinna Harfouch, Bruno Ganz, Stefan Kurt

Rezension von Andrea Lüthi

„Uns Alte sieht man nicht mehr, wir sind unsichtbar“, sagt eine alte Frau im Bus zu Giulia, als die ihre Tasche nicht vom Sitz nimmt. Kurz darauf sieht Giulia sich nicht mehr im spiegelnden Fenster.

Glauser

CH 2011, 75 Min., D, Regie: Christoph Kühn, mit Friedrich Glauser, Berthe Bendel, Max Müller

Pressetext

Irrenhaus Münsingen 1934. Ruhig ist die Nacht und schwarz. Friedrich Glauser - Schriftsteller, Dadaist, Fremdenlegionär, Morphinist - kommt aus dem Grübeln nicht heraus. Erinnerungsblitze rufen die Kindheit in Wien wach, den Vater, der ihn nie verstand, die geliebte Mutter, die starb, als er vier war. Wie schillernde Blasen tauchen Momente von damals auf und wollen nicht zerplatzen.

Glory

BG 2016, OV/df, 101 Min., Regie: Kristina Grozeva, Petar Valchanov, mit Stefan Denolyubov, Margita Gosheva

Eisenbahnarbeiter Tzanko ist ein Einzelgänger und geht im Hinterland Bulgariens gewissenhaft seiner Arbeit nach.

Glow

CH 2017, D, 100 Min., Regie: Gabriel Baur, Dokumentarfilm mit Lady Shiva, Ursula Rodel, Federico Emanuel Pfaffen, Tabea Blumenschein, Boris Blank/Yello, Karl Löwenherz, Christoph Columbus

Lady Shiva alias Irene Staub gilt als eine der grossen Ikonen der bewegten Epoche zwischen 1968 und den späten 80er Jahren.

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Glückspilze

CH 2013, 96 Min., Schweizerdeutsch, Regie: Verena Endtner, Dokumentarfilm

Der quirlige Danja ist Halbwaise und sein Vater sitzt im Gefängnis. Der streitlustige Igor wurde kürzlich um ein Uhr morgens alleine auf der Strasse aufgegriffen.

Go Home

FR/CH 2015, OV/df, 99', Regie: Jihane Chouaib, mit Golshifteh Farahani

Nada kehrt heim. Zumindest möchte sie das. Aber als sie im Libanon ankommt, merkt sie, dass sie fremd ist im eigenen Land.

God Exists, Her Name Is Petrunya

MK 2018, OV/df, 100 Min., Regie: Teona Strugar Mitevska, mit Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Simeon Moni Damevsk

Berlinale 2019 : Preis der Ökumenischen Jury

Petrunya ist 31 und weiss nicht so recht, was sie machen soll im Leben. Bei einem kirchlichen Ritual, das seit Menschengedenken männlichen Wesen reserviert ist, mischt sie zufällig und ungefragt mit, gewinnt und muss sich anschliessend gegen den Männermob wehren. Die beissende Satire führt uns eine patriarchalische und phallokratische Gesellschaft vor Augen, gegen die Petrunya sich mit schierer Vernunft störrisch auflehnt. Diese Frau zeigt’s den Männern.

Golden Seniors

CH 2022, F/d, 83', Regie: François Kohler, Dokumentarfilm

Fünf Senioren wagen den Schritt ins Ungewisse. Während 18 Monaten nehmen sie an einem Training teil, das auf Achtsamkeit und Altruismus basiert und für eine Studie gemessen wird. Das Ziel ist, die Auswirkungen von Meditation aufs Altern zu evaluieren.

Goliath

BE/FR 2021, F/d, 121', Regie: Frédéric Tellier, mit Gilles Lellouche, Pierre Niney, Emmanuelle Bercot

Filmkritik von Walter Gasperi

Der Kampf für bzw. gegen das Pestizid eines Chemiekonzerns führt einen Umweltanwalt, eine Aktivistin und einen aalglatten Lobbyisten zusammen: Nüchtern-realistischer Thriller, der auch Einblick in die Praktiken von Konzernen bietet, aber durch die Fülle an Erzählsträngen und angeschnittenen Themen auch an Durchschlagskraft und Spannung verliert.

Goya, Carrière And The Ghost Of Buñuel

PT/ES/FR 2022, OV/df, 90', Regie: José Luis López-Linares, Dokumentarfilm mit Jean-Claude Carrière, Cristina Otero Roth

Als Kunstliebhaber und Kenner Goyas führt uns Jean-Claude Carrière durch dessen unvergleichliches Werk.

Gran Torino

USA 2008, 116 Min., OV/df, Regie: Clint Eastwood, mit Clint Eastwood, Christopher Carley, Bee Vang, Ahney Her, Brian Haley, Geraldine Hughes

Rezension von Cindy Hertach

Walt Kowalski, ehemaliger Fabrikarbeiter und Kriegsveteran, ist kein angenehmer Zeitgenosse. Voller rassistischer Vorurteile und erfüllt mit Bitterkeit sitzt der alte Witwer Tag für Tag auf der Veranda seines Hauses, regt sich über alles und jeden auf und beobachtet mit Missmut, wie immer mehr Einwandererfamilien seine ehemals weisse Nachbarschaft dominieren.

Habana - Arte nuevo de hacer ruinas / Havanna - Die neue Kunst Ruinen zu bauen

D 2006, OV/df, 86 Min., Regie: Florian Borchmeyer, Dokumentarfilm

Pressetext

Havanna - „Perle der Karibik“, Hauptstadt der revolutionären Republik Kuba. Die Schönheit der Stadt ist geprägt von der Poetik der Ruine. Wenig poetisch ist die Ruine Havanna für diejenigen, die sie bewohnen. Hauseinstürze mit Toten stehen auf der Tagesordnung. Für die Bewohner ist der Verfall der Stadt und ihrer Wohnhäuser eine ständige Quelle des Schmerzes und der Schuldgefühle.

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Hallam Foe

UK 2007, 96 Min., OV/df, Regie: David Mackenzie, mit Jamie Bell, Sophia Myles, Ciaran Hinds

Pressetext

Manche sehen die Welt mit anderen Augen. Andere sehen sie durch ein Fernglas…
Hallam Foe hat ein ungewöhnliches Hobby: er schleicht sich in das Leben anderer, beobachtet ihren Alltag, sieht ihre kleinen Geheimnisse und grossen Sehnsüchte – und kennt sie so oft besser als sie sich selbst. Dabei bleibt er stets passiver Zuschauer – das eigene Leben zieht regelrecht an ihm vorbei. Erst als er über den Dächern von Edinburgh die Liebe entdeckt, beginnt er das Leben mit anderen Augen zu betrachten – und lernt, auch sein eigenes in die Hand zu nehmen.

Hana Yori Mo Naho

Japan 2007, 127 Min., OV/d/f, Regie: Hirokazu Kore-Eda, mit: Junichi Okada, Rie Miyazawa, Arata Furuta, Jun Kunimura, Katsuo Nakamura

Pressetext

Es war einmal eine sanft-humorvolle Geschichte aus dem Jahre 1702. Der junge Samurai Aoki Soza hat seinen provinziellen Heimatort verlassen und lebt nun in Japans Hauptstadt Edo, dem heutigen Tokyo, um den Mann zu suchen, der seinen Vater getötet hat. Er wohnt in einem heruntergekommenen Mietshaus in einem armen Quartier. Seine Nachbarn sind nette Leute, die nicht einmal davon zu träumen wagen, ihrer Situation zu entkommen.

Hanezu no tsuki

J 2011, 91 Min., OV/df, Regie: Naomi Kawase, mit Tôta Komizu, Tetsuya Akikawa, Kirin Kiki, Taiga Komizu

Rezension von Irene Genhart

„Hanezu no tsuki“ ist ein tief der Natur und Geschichte verbundener, kontemplativer Liebesfilm, gedreht von Naomi Kawase.

Happy Happy

N 2010, 90 Min., OV/df, Regie: Anne Sewitsky, mit: Agnes Kittelsen, Henrik Rafaelsen, Joachim Rafaelsen, Maibritt Saerens

Pressetext

Für die lebhafte und fröhliche Kaja (Agnes Kittelsen), ist ihre Familie das Wichtigste. Sie ist eine ewige Optimistin, obwohl ihr dröger Ehemann lieber in die Wildnis jagen geht und sich weigert, mit ihr Sex zu haben, denn sie sei "nicht mehr so attraktiv".

Happy New Year

CH 2008, 100 Min., D/CH-Dialekt, Regie: Christoph Schaub, mit Nils Althaus, Johanna Bantzer, Joel Basman, Bruno Cathomas, Jörg Schneider, Katharina von Bock

Pressetext

Silvester, alle Jahre wieder zwischen Jahresbilanz und Feier-Zwang: Eine sturmfreie Villa, eine nächtliche Taxifahrt durch die Stadt, ein verlorengegangener Hund, eine Spätschicht bei der Polizei und ein akutes Babysitterproblem geben neun Menschenseelen unter dem Himmel der Stadt die Chance, ihr Leben ab sofort ganz anders anzupacken.

Happy-Go-Lucky

UK 2008, 118 Min., OV/df, Regie: Mike Leigh, mit Sally Hawkins, Eddie Marsan, Samuel Roukin, Alexis Zegerman

Pressetext

Poppy heisst eigentlich Pauline, sie ist 30 Jahre alt und arbeitet als Grundschullehrerin – und wenn man die junge Frau so sieht, kann man sich keinen besseren Beruf für sie vorstellen. Denn Poppy ist ein stets gut gelauntes, knallbunt gekleidetes Energiebündel, das gerne und viel lacht und unglaublichen Spass am Leben hat.

Hard Stop

CH 2011, 100 Min., Dialekt, Regie: Sascha Weibel, mit Nina Langensand, Matthias Britschgi

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August, es ist heiss in der Stadt. Dante wird von seiner Freundin für einen reicheren Liebhaber verlassen. Da begegnet ihm Rhea, die mit einem doppelt so alten, vermögenden Mann zusammen lebt, von dem sie sagt, er sei nicht eifersüchtig.

Harmonium

JP/FR 2016, OV/df, 118 Min., Regie: Koji Fukada, mit: Kanji Furutachi, Mariko Tsutsui, Tadanobu Asano

Cannes 2016: Preis der Jury UN CERTAIN REGARD

Toshio betreibt ein kleines Atelier in einer ländlichen Stadt Japans und lebt dort ein ruhiges und zufriedenes Leben.

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Harry Dean Stanton: Partly fiction

CH 2012, 77 Min., E/df, Regie: Sophie Huber, Dokumentarfilm

Ein impressionistisches Portrait der Schauspielerikone, bestehend aus intimen Momenten, Ausschnitten aus einigen seiner 250 Filme und seinen herzzerreissenden Darbietungen amerikanischer Folksongs.

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