The Limits Of Control

USA 2009, 115 Min., OV/df, Regie: Jim Jarmusch, mit Isaach De Bankolé, Tilda Swinton, Paz de la Huerta, Bill Murray, Luis Tosar, Gael García Bernal

Rezension von Irene Genhart

Ein Mann trifft an einem Flughafen zwei Herren mit dunklen Brillen. „Sie sprechen kein Spanisch, nicht?“, sprechen diese ihn an und geben eine Reihe enigmatischer Sätze von sich wie: „Begeben sie sich zum Turm“, „Gehen sie ins Café“, „Warten sie auf die Geige“. Dann stecken sie ihm eine Streichholzschachtel zu und verschwinden.

The Load - Teret

RS 2019 OV/df, 98 Min., Regie: Ognjen Glavonić, mit Leon Lučev, Igor Benčina, Pavle Čemerikić, Tamara Krcunović

Während der Bombenangriffe der Nato im Jahr 1999 gegen Serbien hat der arbeitslose Vlada einen Job von der Armee gefasst. Er soll eine Ladung vom Kosovo nach Belgrad transportieren. Mit seinem Roadmovie stellt der junge Filmemacher die schwer zu ertragende Frage nach der Mitverantwortung.

The Look of Love

GB 2012, 101 Min., E/df, Regie: Michael Winterbottom, mit Imogen Poots, Anna Friel, Steve Coogan, Stephen Fry

Ganz nach dem Motto „Sex sells“ avanciert Paul Raymond zu einem der reichsten Männer Englands. Sein erstes grosses Geld macht er als Betreiber eines Stripclubs. Mit den Profiten aus dem äusserst erfolgreichen Geschäftsmodell kauft Raymond eine Immobilie und schon bald ganze Häuserblocks in Soho.

The Look Of Silence

DK/ID/NO/FI/GB 2014, 103 Min., OV/df, Regie: Joshua Oppenheimer, Dokumentarfilm

Mitten in der tropischen Landschaft Indonesiens sitzt eine ältere Frau in ihrem Garten, putzt Gemüse, füttert ihre Hühner und spricht über den Tod ihres Kindes.

The Marsdreamers

CH 2009, 83 Min., D, Regie: Richard Dindo, Dokumentarfilm

Rezension von Irene Genhart

Rebellen, Widerständler, Dichter; Zeitgeschehen, Gesellschaft, Politik: Das sind die Themen, mit denen sich Richard Dindo bisher auseinandersetzte. In seinem nunmehr etwa 26. Film wirft der umtriebigste aller Schweizer Dokumentarfilmer nun aber einen Blick in die Sterne.

The Matrix Resurrections

US 2021, OV/df, 148', Regie: Lana Wachowski, mit Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Jonathan Groff

Filmkritik von Michael Kuratli

Ein weiteres Sequel, auf das niemand gewartet hat. Zuallerletzt Neo alias Thomas Anderson, der eines Tages ins Büro seines Chefs gerufen wird. Thomas soll einen Nachfolger zu seiner erfolgreichen Game-Serie entwickeln, der Mutterkonzern Warner Bros. will es so. Aber halt: Vermischt sich da nicht gerade etwas? Doch, und das mit voller Absicht. Denn wenn The Matrix Resurrections etwas ist, dann meta.

The Parade - Parada

SRB/HR/SLO/MK 2011, 115 Min., OV/df, Regie: Srdjan Dragojevic, mit Nikola Kojo, Milos Samolov, Hristina Popovic, Goran Jevtic, Goran Navojec, Dejan Acimovic

Der ehemalige Kriminelle Micky Limun besitzt eine Sicherheits-Firma, ist Kriegsveteran und dazu höchst homophob. Seine Verlobte Pearl steckt mitten in Hochzeitsvorbereitungen. Ihr Hochzeitsplaner ist der schwule Mirko.

The Patience Stone

FR 2012, 98 Min., OV/df, Regie: Atiq Rahimi, mit Golshifteh Farahani

Sie ist jung, wunderschön - und eigentlich sollte sie längst weg sein. In ihrem Viertel in Kabul kommt es nämlich ständig zu Scharmützeln. So bringt sie ihre beiden Kinder in einen ruhigeren Teil der Stadt, zu einer erfrischend energischen Tante.

Anzeige

The Phoenician Scheme

US/DE 2025, OV/df, 101', Regie: Wes Anderson, mit Benicio Del Toro, Scarlett Johansson, Tom Hanks

Filmkritik von Walter Gasperi

Der Texaner Wes Anderson bleibt sich auch bei seinem zwölften langen Spielfilm treu: Wiederum erzählt er eine sehr skurrile Familiengeschichte und unverwechselbar ist seine Form mit Puppenkastenperspektive und penibel arrangierten und ausgestatteten, oft symmetrischen Einstellungen. Dazu kommt wie gewohnt ein erlesenes Ensemble, bei dem selbst Stars wie Bill Murray oder Willem Dafoe nur in kleinsten Rollen zu sehen sind.

The Princess Of Nebraska

USA/Japan 2007, 77 Min., OV/df, Regie: Wayne Wang, mit Ling Li, Pamelyn, Chee, Brian Danforth

Pressetext

"The Princess of Nebraska" zeigt 24 Stunden im Leben einer schwangeren Teenagerin in San Francisco. Die Chinesin steht vor der Entscheidung, ob sie ihr Kind abtreiben soll oder nicht. Anders als früher in die USA immigrierte Generationen, orientiert sie sich nicht an moralischen und religiösen Vorbildern. Sie entscheidet in erster Linie für sich selber.

The Program

GB 103 Min., OV/df, Regie: Stephan Frears, mit Ben Foster, Lee Pace, Chris O'Dowd, Guillaume Canet, Dustin Hoffman

Die Welt braucht Helden, und Lance Armstrong war der ultimative heroische Sportler. Nach einem zermürbenden Kampf gegen den Krebs kehrte Armstrong 1999 in den Radrennsport zurück – entschlossener denn je und mit dem festen Vorsatz, die Tour de France zu gewinnen.

The Raft

SE 2018, OV/df, 98 Min., Regie: Marcus Lindeen, mit Fé Seymour, Maria Bjornstam, Servane Zanotti

1973 überqueren fünf Männer und sechs Frauen aus allen Ecken der Welt auf einem kleinen Floss den Atlantik. Zusammengestellt hat die bunte Truppe ein spanischer Gewaltforscher. Er hofft, dass drei Monate auf so engem Raum die Passagiere unweigerlich in Konflikte treiben werden, die ihm Aufschluss über ihr Aggressionsverhalten geben sollen. Doch das Experiment nimmt eine andere Entwicklung...

The Reader

USA/Deutschland 2008, 124 Min., OV/df, Regie: Stephen Daldry, mit Kate Winslet, Ralph Fiennes, David Kross, Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara

Rezension von Walter Gasperi

In den späten 1990er Jahren erinnert sich der Staatsanwalt Michael Berg an sein Leben, das ganz geprägt war von seiner Beziehung zu der rund 20 Jahre älteren Hanna Schmitz: In den 50er Jahren wurde sie zu seiner ersten grossen Liebe und eine leidenschaftliche Affäre entwickelte sich. Nicht nur um Sex ging es dabei, sondern die Geliebte verlangte von dem damals 15-jährigen Gymnasiasten auch, dass er ihr zahlreiche Klassiker der Weltliteratur vorliest. Plötzlich verschwand aber Hanna aus Michaels Leben, bis er sie etwa 10 Jahre später als Jus-Student beim Besuch eines Kriegsverbrecherprozesses auf der Anklagebank sieht.

The Reunion

SE 2013, 90 Min., OV/df, Regie: Anna Odell, mit Anna Odell, Sandra Andreis, Anders Berg

Anna Odell besucht eine Klassenzusammenkunft. Zwanzig Jahre ist es her seit der gemeinsamen Schulzeit in Stockholm. An der Party konfrontiert die mittlerweile erfolgreiche Künstlerin ihre ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschüler damit, dass sie jahrelang von allen ausgegrenzt und schikaniert wurde.

The Riot Club

GB 2014, 106 Min., E/df, Regie: Lone Scherfig, mit Sam Claflin, Max Irons, Douglas Booth, Matthew Beard

Die Mitglieder des Oxforder "Riot Club" haben das gewisse Etwas: Sie sind charmant, aus besserem Hause und zählen sich zur Elite der Gesellschaft. Als die exklusive Runde neue Mitglieder sucht, fällt die Wahl auf die beiden Studienanfänger Miles (Max Irons, "Red Riding Hood") und Alistair (Sam Claflin, "Hunger Games: Catching Fire", "Pirates of the Carribbean").

The Room Next Door

ES/US 2024, OV/df, 123', Regie: Pedro Almodóvar, mit Tilda Swinton, Julianne Moore, John Turturro

Filmkritik von Walter Gasperi

Eine krebskranke Frau, die nicht langsam an ihrer Krankheit sterben, sondern selbst über ihren Tod entscheiden will, bittet eine Freundin sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten: Julianne Moore und Tilda Swinton brillieren in Pedro Almodóvars zurückhaltend inszeniertem, aber bewegendem Sterbehilfedrama, das beim Filmfestival von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde.

Anzeige

The Shameless

CH/FR/BG/TW 2024, OV/df, 115', Regie: Konstantin Bojanov, mit Anasuya Sengupta, Omara, Auroshikha Dey

Filmkritik von Walter Gasperi

Der Bulgare Konstantin Bojanov zeichnet anhand der Geschichte einer Prostituierten und eines Mädchens, das die Mutter ebenfalls für die Prostitution bestimmt hat, ein bedrückendes Bild der Ausbeutung und Unterdrückung der Frauen in Indien: Atmosphärisch dichter und packender Mix aus Sozialdrama und Thriller, der aber nicht frei von dramaturgischen Schwächen ist.

The Substance

CH 2011, 93 Min., D, Regie: Martin Witz, Dokumentarfilm, mit Albert Hofmann, Stanislav Grof, Martin A. Lee, James S. Ketchum, Franz X. Vollenweider

Pressetext

Der Chemiker Albert Hofmann stösst im Frühjahr 1943 in seinem Basler Forschungslabor per Zufall auf eine bisher unbekannte Substanz. Nach einem gewagten Selbstversuch begreift er schnell, dass er es mit einem extrem potenten Wirkstoff zu tun hat – ein Molekül, das die menschliche Wahrnehmung radikal verändert. Was er nicht ahnen kann: Sein LSD wird die Welt verändern.

The Substance

UK/US 2024, OV/df, 141', Regie: Coralie Fargeat, mit Demi Moore, Margaret Qualley, Dennis Quaid

Elisabeth, ehemals ein grosser Filmstar, ist in ihren 50ern und moderiert eine Fitness-Show im Jane-Fonda-Stil, als ihr Chef sie feuert. Er will sie mit einer jüngeren, anziehenderen Frau ersetzen.

The Third Murder - Sandome no satsujin

JP 2017, OV/df, 124 Min., Regie: Hirokazu Kore-eda, mit Fukuyama Masaharu, Yakusho Koji, Hirose Suzu

Filmkritik von Dominic Schmid

Drei Morde stehen im Zentrum von Hirokazu Kore-edas neuem Film – einer in der Vergangenheit, einer in der Gegenwart und einer in der Zukunft. Bei keinem wird die Identität des Täters bezweifelt – oder zumindest zu Beginn nicht.

The Train Of Salt And Sugar - Comboio de Sal e Açúcar

MZ 2016, OV/df, 93 Min., Regie: Licínio Azevedo, mit Thiago Justino, Matamba Joaquim, Absalão Maciel, Mário Mabjaia, Hermelinda Simela

In Mosambik ist Ende der 1980er Jahre ein militärisch bewachter Zug unterwegs auf der Strecke zwischen Nampula und Malawi. Die Fahrgäste sind bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um ein paar Salzsäcke gegen Zucker einzutauschen.

The Transfiguration

US 2016, OV/df, 97 Min., Regie: Michael O’Shea, mit: Eric Ruffin, Chloe Levine, Aaron Clifton Moten

Festival de Cannes 2016 : Un Certain Regard

Ein 14-jähriger New Yorker Aussenseiter flüchtet sich in seine bizarren Obsessionen. Eine gelungene Kombination von Suburb-Thriller mit der Vampirthematik, erzählt ohne jeden «Twilight»-Glamour, sondern mit sozialrealistischer Haltung und bedrohlichem Indie-Soundtrack.
(Pressetext: Xenix Film)

The Truffle Hunters

US/IT/GR 2020, 84', OV/df, Regie: Michael Dweck, Gregory Kershaw, Dokumentarfilm

Filmkritik von Walter Gasperi

In eine ganz eigene Welt entführen die Amerikaner Michael Dweck und Gregory Kershaw in ihrem ersten langen Dokumentarfilm: Mit geduldigem Blick und sanftem Humor porträtieren sie einige skurrile norditalienische Trüffelsammler und stellen diesen das Geschäft mit dem wertvollen Pilz gegenüber.

The Two Horses Of Genghis Khan

D 2009, 92 Min., OV/df, Regie: Byambasuren Davaa, mit Urna Chahar-Tugchi, Hicheengui Sambuu, Chimed Dolgor

Rezension von Geri Krebs

Die Grossmutter der Sängerin Urna hat vor ihrem Tod der Enkelin ein Versprechen abgenommen: Urna solle dereinst die alte, während der Kulturrevolution stark zerstörte Pferdekopfgeige der Familie in die alte Heimat zurückbringen und dort mit einem neuen Körper versehen lassen.

Anzeige

The Village Next to Paradise

SO 2024, OV/df, 133', Regie: Mo Harawe, mit Ahmed Ali Farah, Anab Ahmed Ibrahim, Ahmed Mohamud Saleban

Im windigen Dorf «Paradies» trotzt eine kleine Patchworkfamilie den Herausforderungen des Alltags. Der Vater lebt von Gelegenheitsjobs, während seine frisch geschiedene Schwester von einer eigenen Schneiderei träumt.

Als der kleine Cigaal eines Tages vor der geschlossenen Schule steht, werden die beiden erfinderisch, um ihm dennoch eine gute Bildung zu ermöglichen. Kein leichtes Unterfangen im instabilen Somalia, doch die familiären Bande festigen sich.

Die Erzählung entfaltet mit visueller Kraft und schalkhafter Note ein authentisches Bild vom Leben am Horn von Afrika. Zurecht wurde der Film in Cannes für seinen poetischen Realismus gefeiert.

Powered by eZ Publish™ CMS Open Source Web Content Management. Copyright © 1999-2024 7x (except where otherwise noted). All rights reserved.