Im Schatten Der Träume

CH/DE 2024, D/f, 80', Regie: Martin Witz, Dokumentarfilm

Die Geschichte einer grossen und ausgesprochen produktiven Freundschaft: Der Texter Bruno Balz und der Komponist Michael Jary haben als erfolgreichstes Duo des deutschen Kinos und Schlagers unsere Popkultur über Jahrzehnte geprägt. «Ich weiss, es wird einmal ein Wunder gescheh’n», «Davon geht die Welt nicht unter» und andere ihrer Lieder machten Zarah Leander zum Weltstar.

Im Sog der Nacht

CH 2008, 86 Min., D, Regie: Markus Welter, mit Nils Althaus, Lena Dörrie, Stipe Erceg

Rezension von Geri Krebs

Es ist die etwas angejahrte Geschichte von jungen Leute mit dem Anspruch: „Wir wollen lieber ein buntes und aufregendes Leben als ein graues und langweiliges.“ Das hiess vor bald achtzig Jahren mal „Bonnie and Clyde“, hat dann über die Jahrzehnte hinweg immer wieder neue Varianten und Facetten erlebt, und wenn heute ein etwas behäbiger Schweizer Jungcineast namens Moritz Gerber („Tag am Meer“) für eine Neuauflage das Drehbuch schreibt, dann kommt das etwa so heraus: Ein Film mit dem ziemlich biederen Titel „Im Sog der Nacht“.

Im Winter Ein Jahr

D 2008, 128 Min., D, Regie: Caroline Link, mit Karoline Herfurth, Josef Bierbichler, Corinna Harfouch, Hanns Zischler

Pressetext

Eliane Richter bittet den Künstler Max Hollander, ein Porträt ihrer beiden Kinder zu malen, der 22-jährigen Lilli, einer talentierten Tanz-Studentin, und des 19-jährigen Alexander, der vor einem knappen Jahr tödlich verunglückt ist. Als Lilli, zunächst lustlos, zu Sitzungen im Studio des Malers erscheint, merkt dieser schnell, dass sie in grossen emotionalen Schwierigkeiten steckt und er versucht, die ehemals tiefe Verbindung der Geschwister besser zu verstehen.

Image Problem

CH 2012, 88 Min., Dialekt, Regie: Simon Baumann und Andreas Pfiffner, Dokumentarfilm

Steuerstreit, Bankgeheimnis und ausbeuterische Rohstofffirmen: Die Schweiz hat ein Imageproblem. Doch keine Sorge. Simon und Andreas kümmern sich darum.

Import/Export

A 2007, 135 Min., D, Regie: Ulrich Seidl, mit Ekateryna Rak, Paul Hofmann, Michael Thomas, Maria Hofstätter

Pressetext

Es ist kalt und grau. Winterzeit. Die Menschen frieren. Das ist so in Österreich. Das ist so in der Ukraine. Zwei verschiedene Welten, die einander immer mehr zu ähneln beginnen. Der Osten sieht aus wie der Westen, der Westen wie der Osten. In dieser Atmosphäre spielen zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

In Bruges

UK/Belgien 2008, 107 Min., OV/df, Regie: Martin McDonagh, mit Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes

Pressetext

Urlaub haben sie sich verdient, so viel ist klar. Zwar ist der letzte Auftrag in London nicht ganz nach Plan verlaufen, doch gerade deswegen können Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) ein wenig Ruhe ganz gut gebrauchen. Aber ausgerechnet in Brügge?

In Liebe, Eure Hilde

DE 2024, D, 126', Regie, Andreas Dresen, mit Liv Lisa Fries, Johannes Hegemann, Sina Martens

Filmkritik von Walter Gasperi

Mit einer großartigen Liv Lisa Fries in der Hauptrolle erzählt Andreas Dresen ruhig und unspektakulär die Geschichte Hilde Coppis, die von den Nationalsozialisten wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" hingerichtet wurde: Kein historisierender Film und keine Heldengeschichte, sondern ein zutiefst bewegendes und zeitloses Drama über Zivilcourage in Zeiten des Terrors und den Preis, den diese kosten kann.

Incroyable Mais Vrai

FR/BE 2022, OV/d, 74', Regie: Quentin Dupieux, mit Alain Chabat, Léa Drucker, Benoît Magimel, Anaïs Demoustier

Filmkritik von Michael Kienzl

Ein Paar scheint in einem Haus in der Vorstadt sein Glück gefunden zu haben. Doch ein magischer Tunnel im Keller stört die Zufriedenheit. Quentin Dupieux hat eine absurde Komödie über Jugendwahn und bürgerliche Enge gedreht, die zunehmend zum dunklen Märchen mit beissender Moral wird.

Anzeige

Infancia Clandestina

ARG 2012, 112 Min., OV/df, Regie: Benjamín Ávila, mit César Troncoso, Ernesto Alterio, Natalia Oreiro, Teo Gutiérrez Moreno

Argentinien, 1979. Der 12-jährige Juan und seine Familie kehren nach Jahren im Exil unter falschem Namen nach Buenos Aires zurück. Juans Eltern und sein Onkel Beto gehören der Organisation Montoneros an.

Inglourious Basterds

USA/D/F 2009, 160 Min., OV/df, Regie: Quentin Tarantino, mit Brad Pitt, Daniel Brühl, Diane Kruger, Til Schweiger, Mike Myers, Erzähler: Samuel L. Jackson

Rezension von Geri Krebs

Mit Western-Versatzstücken gibt Quentin Tarantino zu Beginn seiner zweieinhalbstündigen Höllenfahrt vor, etwas wie ein neues Genre schaffen zu wollen: Den antifaschistischen Trashfilm. „Once Upon A Time in Nazi-Occupied France“ heisst es in Anspielung an Sergio Leone in Chapter One des in fünf Kapitel und drei Handlungsstränge sich gliedernden Opus.

Iniciales S.G.

AR 2019, OV/DF, 93', Regie: Rania Attieh, Daniel García, mit Daniel Fanego, Francisco Lumerman, Julianne Nicholson, Diego Peretti

Filmkritik von Michael Kuratli

Sergio Garces ist ein arrogantes Arschloch. Keine einfache Ausgangslage, um ihn als Hauptfigur für einen Spielfilm beliebt zu machen.

Innocence of Memories - Orhan Pamuk's Museum and Istanbul

TR 2015, OV/df, 97 Min., Regie: Grant Gee, mit Pandora Colin, Mehmet Ergen, Ara Güler, Süleyman Fidaye, Dursun Saka, Türkan Soray

Eine filmische Lektüre des Romans «Das Museum der Unschuld» legt Grant Gee vor, in deren Verlauf er eintaucht ins Werk des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk, sein real existierendes Museum und die Nächte am Bosporus. Eine schöne Seherfahrung.

Interview

USA/NL 2007, 83 Min., OV/df, Regie: Steve Buscemi, mit Steve Buscemi, Sienna Miller, Michael Buscemi, Tara Elders

Pressetext

Remake des gleichnamigen Theo Van Gogh-Filmes.

Into The Wild

USA 2007, 147 Min., OV/df, Regie: Sean Penn, mit Emile Hirsch, Catherine Keener, Vince Vaughn, William Hurt, Marcia Gay Harden

Pressetext

Ein behütetes Elternhaus, finanzielle Sicherheit, eine aussergewöhnliche Begabung und umwerfender Charme – eigentlich ist der 20-jährige Student Christopher (Emile Hirsch) so etwas wie ein Vorzeige-Amerikaner mit glänzenden Zukunftsperspektiven. Doch plötzlich, von heute auf morgen, bricht er aus seiner privilegierten Existenz aus und lässt alles hinter sich.

Inversion

IR 2016, OV/df, 84 Min., Regie: Behnam Behzadi, mit Sahar Dowlatshahi, Ali Mosaffa, AliReza Aghakhani, Setareh Pesyani, Roya Javidnia, Shirin Yazdanbakhsh

Niloofar, Mitte Dreissig, lebt zusammen mit ihrer chronisch asthmakranken Mutter Mahin in einem Apartment in Teheran. Sie leitet erfolgreich die Schneiderei ihres verstorbenen Vaters.

Io Capitano

IT/BE 2023, OV/df, 124', Regie: Matteo Garrone, mit Seydou Sarr, Moustapha Fall, Bamar Kane

Io Capitano ist die epische Geschichte der beiden Teenager Seydou und Moussa, die beschliessen, Dakar im Senegal zu verlassen und sich auf dem Weg nach Italien zu machen. Sie tun dies heimlich, mehrfacher Warnungen vor der beschwerlichen Reise zum Trotz. Zu gross ist der Traum, als Musiker in Europa reich und berühmt zu werden.

Anzeige

It Must Be Heaven

FR/QA/DE/CA/TR/PS 2019, OV/df, 102 Min., Regie: Elia Suleiman, mit Elia Suleiman, Gael Garcia Bernal

Filmkritik von Philipp Stadelmaier

Mit Filmen ist es ein wenig wie mit Pflanzen: Sie brauchen Geduld und Pflege, um zu gedeihen. In der Ecke des Appartements des Filmemachers in Nazareth steht eine solche Pflanze, ein Zitronenbaum. Der Regisseur gibt ihm anfangs etwas Wasser, während er eine Uhr stellt, eine Zigarette raucht und einen Kaffee trinkt. In seinem Vorgarten findet sich eine ganze Reihe weiterer Zitronenbäume, fast ein kleiner Hain.

It Was Just An Accident - Yek Tasadef Sadeh

IR/FR/LU 2025, OV/df, 103', Regie: Jafar Panahi, mit Vahid Mobasheri, Maria Afshari, Ebrahim Azizi

Filmkritik von Walter Gasperi

Ein Automechaniker glaubt in einem Kunden seinen einstigen Folterer im Gefängnis zu erkennen und will sich rächen. Der Kunde behauptet aber, dass dies eine Verwechslung sei: Jafar Panahi diskutiert in seinem in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten 12. Spielfilm komplex und dicht die Frage, wie man mit Handlangern eines verbrecherischen Regimes umgehen soll.

It's a Free World

GB 2007, 93 Min., OV/df, Regie: Ken Loach, mit: Kierston Wareing, Juliet Ellis, Leslaw Zurek, Joe Siffleet, Colin Caughlin

Pressetext

Im Zentrum der Geschichte steht die so ehrgeizige wie charismatische Angie. Sie ist attraktiv, geizt nicht mit Reizen um zu kriegen, was sie möchte, fährt in Lederkluft auf einem schweren Motorrad durch London. Als Angie ihre Zusammen mit einer Freundin zieht sie ein Geschäft auf. Fortan vermitteln die beiden Frauen - im Herzen des so genannten «britischen Wirtschaftswunders» - Jobs an Emigranten. Und geraten dabei auf die Seite derer, die in der Arbeitswelt die Macht und das Sagen haben...

J'ai Toujours Rêvé D'Être Un Gangster

F 2007, 112 Min., F/d, Regie: Samuel Benchetrit, mit Anna Mouglalis, Edouard Baer, Jean Rochefort, Laurent Terzieff, Alain Bashung, Jean-Pierre Kalfon

Pressetext

In einer kleinen Raststätte am Rande von Paris kreuzen sich die Wege mehrerer Ganoven: Ein Amateurdieb ohne Knarre, dessen attraktives Opfer selbst Gefallen am Gaunerleben findet, zwei tollpatschige Entführer, die sich als Geisel ausgerechnet einen suizidalen Teenager aussuchen, ein abgetakelter Sänger, der mangels Inspiration die neusten Kompositionen seines erfolgreichen Kollegen stiehlt und schliesslich vier Pensionäre, die ihren letzten grossen Coup planen...

J'ai tué ma mère

CAN 2009, 100 Min., F/d, Regie: Xavier Dolan, mit Xavier Dolan, Anne Dorval

Rezension von Irene Genhart

„J‘ai tué ma mère“ ist ein herzhaft-originelles Coming-of-age-Movie. Das liegt wohl vor allem am jugendlichen Alter seines Regisseurs und Hauptdarstellers Xavier Dolan.

Jackie

US 2016, OV/df, 100 Min., Regie: Pablo Larraín, mit Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig, John Hurt, Billy Crudup

Sie war die ungekrönte Königin der USA, die erste wirkliche First Lady im Weissen Haus, eine Stilikone und ein Vorbild für die Frauen ihrer Zeit: Jackie Kennedy.

Jaffa

ISR 2009, 105 Min., OV/df, Regie: Keren Yedaya, mit Dana Ivgy, Monie Moshonov, Ronit Elkabetz

Rezension von Bettina Spoerri

Keren Yedaya gelang mit „Yaffa“ ein anrührender, unprätentiöser Spielfilm über eine transkulturelle Liebe in Israel.

Jagdhunde

D 2007, 86 Min., D, Regie: Ann-Kristin Reyels, mit Constantin von Jascheroff, Josef Hader, Luise Berndt, Sven Lehmann

Pressetext

Jagdhunde ist eine Geschichte über Stillstand und Veränderung.

Lars (Constantin von Jascheroff) lebt mit seinem Vater Henrik (Josef Hader) abgeschieden auf einem Bauernhof in der Uckermark. Es ist Winter und das Fest der Liebe rückt näher. Aber als Neulinge in der Region werden sie ignoriert, überall Schweigen.

Anzeige

Jäger des Augenblicks

A 2012, 102 Min., D, Regie: Philipp Manderla, Christian Lonk, Malte Röper, mit Stefan Glowacz, Holger Heuber, Kurt Albert

Der sagenumwobene Tafelberg Roraima im Dreiländereck von Brasilien, Venezuela und Guyana steht gleichsam sinnbildlich für Abenteuer fernab jeglicher Zivilisation und ist von atemberaubender, unvergleichlicher Schönheit.

Powered by eZ Publish™ CMS Open Source Web Content Management. Copyright © 1999-2024 7x (except where otherwise noted). All rights reserved.