Mandibules

FR 2020, F/d, 77', Regie: Quentin Dupieux, mit Grégoire Ludig, David Marsais, Adèle Exarchopoulos, India Hair, Roméo Elvis, Coralie Russier

Filmkritik von Michael Kuratli

Ah, der Film mit der Fliege. Vom Typen, der den Film mit dem Pneu gemacht hat. Quentin Dupieux’ Filme brennen sich mit ihren absurden Ausgangslagen ins Gehirn.

Manufactured Landscapes

CDN 2006, 86 Min., E/df, Regie: Jennifer Baichwal, Kamera: Peter Mettler, mit Edward Burtynsky

Pressetext

Eine Fabrik, die 20 Millionen Bügeleisen jährlich herstellt. Ein Damm so unermesslich gross, dass 13 Städte niedergerissen und über 1 Million Menschen umgesiedelt werden müssen. Eine Stadt, in der sich Wolkenkratzer erstrecken, wohin das Auge reicht. Dies sind Motive vor der Kamera des weltbekannten Fotografen Edward Burtynsky. "Manufactured Landscapes" begibt sich mit ihm auf die Reise durch China, verfolgt die massive industrielle Revolution dieses Landes und besucht Orte, die bei uns im Westen noch nie zuvor zu sehen waren.

Manuscripts don't burn

IRN 2013, 127 Min., OV/df, Regie: Mohammad Rasoulof, mit Anon

Morteza und Khosrow, zwei Auftragskiller im Dienste der iranischen Regierung, erhalten die Anweisung, drei regimekritische Schriftsteller zu liquidieren. Für die beiden Männer scheint der Auftrag ganz gewöhnlich zu sein – sie erledigen einfach ihren Job.

Maps to the Stars

USA 2014, 112 Min., E/df, Regie: David Cronenberg, mit John Cusack, Julianne Moore, Robert Pattinson, Sarah Gadon

Stellen Sie sich vor: Mia Wasikowska kommt nach Los Angeles, steigt zu Robert Pattinson in die Limousine, lässt sich von ihm auf Sightseeing Tour durch Beverly Hills chauffieren: Klingt cool. Ist cool. Weil Wasikowska («Tracks») die lässigste Schauspielerin ihrer Generation ist. Und Pattinson («Bel Ami») der ziemlich sexiest young man alive. Darum geht es in MAPS TO THE STARS: Um die Stars von Hollywood. Um ihre Egozentrik und Gier nach Ruhm. Moore, grossartig wie immer, wurde in Cannes als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Maradona

ES 2008, 90 Min., OV/df, Dokumentarfilm, Regie: Emir Kusturica, mit Diego Maradona

Pressetext

Maradona hat die Fussballwelt verzaubert. Klein, lockig, wie von Gott modelliert, tanzte er sich durch die gegnerischen Verteidigungsreihen, holte 1986 im Alleingang – mit der «Hand Gottes» – für Argentinien den Weltmeisterpokal und für Neapel den nationalen Titel. Zweimal ermöglichte der charismatische Wirbelwind den Triumph des Südens über den Norden, der Armen über die Reichen. Für einen kurzen Moment sorgte ein Fussballer auf seine Art für Gerechtigkeit.

Mare

CH 2020, OV/df, 84 Min., Regie: Andrea Štaka, mit Marija Škaricic, Goran Navojec, Mateusz Kosciukiewicz, Mirjana Karanovic

Filmkritik von Michael Kuratli

Mare lebt in einer kleinen Welt. Sie kocht und wäscht für ihre Kinder und ihren Mann Đuro, dem sie sich einigermassen lustlos zum Sex hingibt.

Marguerite

FR/CZ/BE 2015, 127 Min., OV/d, Regie: Xavier Giannoli, mit Catherine Frot, André Marcon, Christa Théret, Michel Fau

Frei inspiriert von Florence Foster Jenkins Biografie, erzählt MARGUERITE die Geschichte einer Opern-Diva, die eigentlich nicht singen kann.

Maria

US/CL/IT/DE 2024, OV/df, 123', Regie: Pablo Larraín, mit Angelina Jolie, Pierfrancesco Favino, Alba Rohrwacher

Filmkritik von Walter Gasperi

Die legendäre Opernsängerin Maria Callas (1923 – 1977) erinnert sich in ihren letzten Tagen an zentrale Momente in ihrem Leben: Der Chilene Pablo Larrain inszeniert kein klassisches Biopic, sondern einen opernhaften, zwischen Traum und Wirklichkeit oszillierenden Film über das Spannungsfeld von Ruhm und privatem Leben und schwindender künstlerischer Kraft.

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Märzmelodie

D 2008, 90 Min., D, Regie: Martin Walz, mit Alexandra Neldel, Jan Hendrik Stahlberg, Gode Benedix

Pressetext

Anna ist Lehrerin und am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Denn die Kids in der Schule machen mit ihr, was sie wollen. Thilo ist Schauspieler - wenigstens laut seiner Visitenkarte. Um Geld zu verdienen, verkauft er in einem Callcenter Wein, oder besser gesagt: Er versucht es. Eines Tages spielen gemeinsame Freunde Schicksal und bringen Anna und Thilo zusammen. Bei ihrem ersten Date bekommt sie eine Krise. Und er verliebt sich Hals über Kopf...

Max Frisch - Citoyen

CH 2007, 94 Min., Dialekt/D, Regie: Matthias von Gunten, mit Helmut Schmidt, Peter Bichsel, Gottfried Honegger, Henry Kissinger, Günter Grass, Christa Wolf

Pressetext

Vom "Verstummen der Intellektuellen" ist heutzutage immer häufiger die Rede. Viele haben es bereits vergessen und Junge können es sich meist gar nicht vorstellen, wie das eigentlich ist: wenn ein Autor ‚teilnimmt’ an seiner Zeit und für seine Mitmenschen zu einer wichtigen und prägenden Stimme wird. Max Frisch war der letzte grosse Schweizer Intellektuelle, der eine solche Rolle bewusst wahrnahm und von seiner Umwelt, im In- und Ausland, auch so wahrgenommen wurde.

May December

US 2023, OV/df, 117', Regie: Todd Haynes, mit Natalie Portman, Julianne Moore, Charles Melton

"May December" erzählt die Geschichte einer Hollywood-Schauspielerin, die an die malerische Küste von Maine reist, um die reale Frau zu studieren, die sie in einem Film spielen soll. Diese Frau war zwei Jahrzehnte zuvor Gegenstand eines Skandals in der Boulevardpresse, weil sie einen 23 Jahre jüngeren Mann heiratete.

Mediterranean Fever

PS/DE/FR 2022, OV/df, 108', Regie: Maha Haj, mit Amer Hlehel, Ashraf Farah, Anat Hadid, Samir Elias

Eine unwahrscheinliche Männerfreundschaft am Mittelmeer: Waleed (40) träumt von einer Schriftstellerkarriere. Er lebt mit Frau und Kindern in Haifa und leidet unter Depressionen.

Megalopolis

US 2024, E/df/D, 138', Regie: Francis Ford Coppola, mit Adam Driver, Giancarlo Esposito, Nathalie Emmanuel

Francis Ford Coppola's Megalopolis ist eine epische römische Fabel, die in einem modernen Amerika spielt. Die Stadt New Rome muss sich verändern, was zu Konflikten zwischen dem genialen Künstler Cesar Catilina, und seinem Widersacher, dem Bürgermeister Franklyn Cicero führt.

Mein Bruder, der Dirigent

CH 2007, Deutsch und Dialekt, s/w, 64 Min., Regie: Alberto Venzago, Dokumentarfilm

Pressetext

Mario Venzago will am Lucerne Festivals 1999 Othmar Schoecks monumentale Oper Penthesilea aufführen. Um das Projekt zu realisieren, setzt der Dirigent buchstäblich seine Existenz aufs Spiel: Er verpfändet sein Haus und riskiert durch chronische Schlaflosigkeit seine Gesundheit. Während der zweiwöchigen Probephase vor dem Konzert begleitet der bekannte Fotojournalist und Filmer Alberto Venzago, seinen Bruder, den Dirigenten.

Meine schöne Bescherung

D 2007, 96 Min., D, Regie: Vanessa Jopp, mit Martina Gedeck, Heino Ferch, Roeland Wiesnekker

Pressetext

Sara (Martina Gedeck) hat drei Kinder von drei verschiedenen Männern. Nun ist sie glücklich mit Jan (Heino Ferch) verheiratet. Der freut sich auf einen gemütlichen Weihnachtsabend. Doch Sara hat heimlich all ihre verflossenen Männer und deren neue Familien zum Fest eingeladen. Jan versucht, das drohende Unheil abzuwenden - vergeblich, denn schon stehen die ersten Gäste vor der Türe.

Melaza

CUB 2012, 80 Min., OV/df, Regie: Carlos Lechuga, mit Yuliet Cruz, Armando Miguel Gómez, Luis Antonio Gotti

In seinem nachdenklich-amüsanten Liebesfilm MELAZA betrachtet der junge Regisseur Carlos Lechuga seine kubanische Heimat fern von der Hauptstadt Havanna.

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Menus Plaisirs - Les Troisgros

FR 2023, F/d, 240', Regie: Frederick Wiseman, Dokumentarfilm mit Michel Troisgros

Filmkritik von Walter Gasperi

Frederick Wiseman porträtiert in seinem Dokumentarfilm in klassischem Direct Cinema-Stil das französische Landrestaurant Les Troisgros, das seit 53 Jahren ununterbrochen mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wird: Ein vier Stunden langes, exquisites und Appetit anregendes Filmerlebnis.

Mes Amis Espanoles

CH 2024, OV/df, 78', Regie: Adrien Bordone, Dokumentarfilm

Als spanische Eltern in den 80er Jahren von Biel in ihre Heimat Galizien zurückkehren, ziehen ihre Kinder mit ihnen in ein für sie fremdes Land. 30 Jahre später macht sich ein Freund dieser Kinder auf die Suche nach ihnen.

Mi Obra Maestra - My Masterpiece

AR/ES 2018, OV/df, 105 Min., Regie: Gastón Duprat, mit Guillermo Francella, Luis Brandoni, Raúl Arévalo

Arturo Silva betreibt eine kleine Kunstgalerie in Buenos Aires. Seit vielen Jahren vertritt er den Maler Renzo Nervi, einen zänkischen alten Misanthropen und Erotomanen, dessen Stern schon lange am Sinken ist. Nun ist Renzo pleite.

Michael

AT 2011, 96 Min., Regie: Markus Schleinzer, mit Michael Fuith, David Rauchenberger

Rezension von Walter Gasperi

So schlicht der Titel von Markus Schleinzers Debüt ist, so alltäglich ist auf den ersten Blick, das was er zeigt. Auf Schritt und Tritt folgt die Kamera einem 35-jährigen Mann, zeigt ihn im Haushalt, in Beruf und beim Winterurlaub. Ein zurückhaltender Zeitgenosse ist dieser Michael, doch hinter den verschlossenen Jalousien seines Einfamilienhauses verbirgt er seine dunkle Seite.

Midnight Traveler

AF 2019, OV/df, 87', Regie: Hassan Fazili, mit Nargis Fazili, Zahra Fazili, Fatima Hussaini, Hassan Fazili

Unterwegs von Afghanistan nach Europa, auf der Flucht vor dem Tod, dokumentierte die Familie des Filmemachers Hassan Fazili drei Jahre mit ihren Handys. Entstanden ist ein Film, der uns aus der Perspektive von Flüchtlingen eine Flucht zusammenfasst.

Miele

IT/FR 2013, 96 Min., OV/df, Regie: Valeria Golino, mit Jasmine Trinca, Carlo Cecchi

Irene wohnt nicht weit von Rom in einem Häuschen am Meer. Ihr Liebhaber und auch ihr Vater glauben, dass sie studiert. Tatsächlich aber hilft sie - unter dem Decknamen «Miele» - unheilbar kranken Menschen dabei, zu sterben. Eines Tages trifft Irene auf einen älteren Mann, der kerngesund ist, doch nicht mehr leben möchte. Sie beginnt, ihr Engagement zu hinterfragen...

Milk

USA 2008, 128 Min., OV/df, Regie: Gus van Sant, mit Sean Penn, Josh Brolin, Emile Hirsch, James Franco

Rezension von Christoph Sulser

Im Jahr 1972 übersiedelt der homosexuelle Harvey Milk mit seinem Geliebten von New York nach San Francisco, wo sie ein Fotogeschäft eröffnen und Milk bald zum Sprachrohr des Viertels wird. Seine Homosexualität offen bekennend kandidiert er für den Stadtrat und wird nach drei Anläufen auch gewählt, schafft sich mit seinem Einsatz für Minderheiten und seinem politischen Taktieren aber nicht nur Freunde, sondern auch erbitterte Feinde.

Mio Fratello E Figlio Unico

I 2007, 105 Min., OV/df, Regie: Daniele Luchetti, mit Elio Germano, Riccardo Scamarcio, Diane Fleri

Pressetext

Zwei ungleiche Brüder, ein charismatischer Beau und ein geborener Rebell, balgen sich mit konträren politischen Posen um eine Frau. Accio ist der jüngere von beiden – und ist aus Prinzip gegen alles.

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Miriam Goldschmidt - Erfinderin von Dazwischen

CH/FR 2019, D/E/df, 83 Min., Regie: Christof Schäfer und Janos Tedeschi, Dokumentarfilm mit Miriam Goldschmidt, Peter Brook, Urs Bihler, Lou Elias Bihler

Am Ende einer langen und erfolgreichen Theaterkarriere sieht Miriam Goldschmidt ihre künstlerischen Kräfte langsam schwinden. Während sie sich damit abmüht, ihre Texte zu lernen und ihre letzten Projekte auseinanderzufallen drohen, schaut sie zurück auf ein Leben voller krönender Erfolge und intensiver persönlicher Probleme.

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