Promis Le Ciel
Drei Frauen von der Elfenbeinküste teilen sich in Tunis eine Wohnung und unterstützen sich im Alltag. Als sie ein kleines Mädchen bei sich aufnehmen, das einen Schiffbruch im Mittelmeer überlebt hat, gerät ihr fragiles Gleichgewicht ins Wanken.
Nach Under the Fig Trees richtet Erige Sehiri in ihrem neuen Spielfilm das Licht auf die Lebenswege dreier Frauen, die zwischen zwei Welten stehen und eine bemerkenswerte Stärke zeigen.
Promis le ciel folgt dem Alltag von Marie, Naney und Jolie, drei Ivorerinnen, die in der Hauptstadt Tunis Zuflucht gefunden haben. Ohne rechtliche Grundlage, aber mit viel Herz, nimmt die evangelische Pastorin Marie, die schon Naney und Jolie beherbergt, auch die kleine Kenza bei sich auf, die auf dem Weg in den Norden Waise geworden ist. Gemeinsam versuchen die drei Frauen, ihr eine Familie zu sein und sich selbst vor Armut und Diskriminierung zu schützen, die ihre Umgebung zunehmend prägen. Marie leitet die Messen in ihrer «Kirche der Beharrlichkeit» mit Inbrunst und steht kompromisslos für ihre Werte ein. Jolie setzt auf ihr Studium, um sich zu integrieren, während Naney plant, das Meer zu überqueren. Bei aller Solidarität treten ihre unterschiedlichen Ziele und Temperamente unter dem zuneh- menden Druck von aussen deutlicher hervor und stellen das Zusammenleben auf die Probe. Doch Aufgeben ist keine Option.
In ihrem zweiten Spielfilm erzählt Regisseurin Erige Sehiri eine selten beleuchtete Geschichte: Im Mittelpunkt steht nicht die Flucht nach Europa, sondern das Leben afrikanischer Migrantinnen auf ihrem eigenen Kontinent. Sie zeigt Frauen zwischen Hoffnung und Ernüchterung, im zarten Abendlicht oder in eindrucksvollen Kontrastbildern, von ganz nah oder verloren unter dem weiten Himmel, der so viel verspricht. Die poetischen Momente im Alltag, gepaart mit der kraftvollen und authentischen Darstellung der Protagonistinnen, machen Promis le ciel zu einem Kinoerlebnis, das über das individuelle Schicksal seiner Heldinnen hinausgeht.
(Pressetext: Trigon Film)
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