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Zu gut gemeint
3rdmonkey
(15.12.2008 14:15)
Es wurde ja mal Zeit. Nach all den Filmen über die 70er-Jahre Rockikonen und nach Scorseses Monster-Rolling Stones-Projekt, wagt sich endlich jemand an ein umfassendes Künstlerportrait der Punkbraut und Multitalent Patti Smith.
Der Modefotograf Steven Sebring kommt über Umwege dazu Fotos für Patti Smiths Albumcover zu schiessen. Aus einer ersten Sympathie wächst der Wunsch, die Rockikone filmisch festzuhalten. Darauf begleitet er sie für den Film PATTI SMITH: DREAM OF LIFE während über elf Jahren. Dem unerfahrenen Regisseur gelingt es einen vielschichtigen facettenreichen Film zu schaffen. Die Nähe des Filmemachers zur Künstlerin verpasst es aber ein wirklich glaubwürdiges Bild der Musikerin zu zeichnen. Auch der rauchige, von Patti Smith selbst gesprochene, Off-Kommentar schafft eher Distanz als Verständnis.
Schwarz-Weiss-Bilder wechseln sich mit körnigen 16mm-Aufnahmen ab. Aktuelle Konzertaufnahmen und Archivbilder der jungen Patti in New York zeigen die bis heute andauernde Energie der über Sechzigjährigen. Smith ist anders als ihre gealterten Zeitgenossen, wie beispielsweise Iggy Pop. Sie scheint noch jung, ja fast kindlich, geblieben zu sein und klammert sich an ihre Gitarre und deren Geschichten. Beinahe ikonografische Aufnahmen zeigen sie alleine zu Hause umgeben von Büchern, Fotos und Artefakten mit ihrer Katze über ihre verstorbenen Musikpartner sinnierend. Auch wenn das wilde Punk-Leben für den Augenblick vorbei zu sein scheint, das Anarchistische nicht Angepasste ist ihr dennoch inhärent.
Zu gut gemeint
3rdmonkey
(15.12.2008 14:15)
Der Modefotograf Steven Sebring kommt über Umwege dazu Fotos für Patti Smiths Albumcover zu schiessen. Aus einer ersten Sympathie wächst der Wunsch, die Rockikone filmisch festzuhalten. Darauf begleitet er sie für den Film PATTI SMITH: DREAM OF LIFE während über elf Jahren. Dem unerfahrenen Regisseur gelingt es einen vielschichtigen facettenreichen Film zu schaffen. Die Nähe des Filmemachers zur Künstlerin verpasst es aber ein wirklich glaubwürdiges Bild der Musikerin zu zeichnen. Auch der rauchige, von Patti Smith selbst gesprochene, Off-Kommentar schafft eher Distanz als Verständnis.
Schwarz-Weiss-Bilder wechseln sich mit körnigen 16mm-Aufnahmen ab. Aktuelle Konzertaufnahmen und Archivbilder der jungen Patti in New York zeigen die bis heute andauernde Energie der über Sechzigjährigen. Smith ist anders als ihre gealterten Zeitgenossen, wie beispielsweise Iggy Pop. Sie scheint noch jung, ja fast kindlich, geblieben zu sein und klammert sich an ihre Gitarre und deren Geschichten. Beinahe ikonografische Aufnahmen zeigen sie alleine zu Hause umgeben von Büchern, Fotos und Artefakten mit ihrer Katze über ihre verstorbenen Musikpartner sinnierend. Auch wenn das wilde Punk-Leben für den Augenblick vorbei zu sein scheint, das Anarchistische nicht Angepasste ist ihr dennoch inhärent.