Roofman
Filmkritik von Walter Gasperi
Derek Cianfrance erzählt die unglaubliche, aber wahre Geschichte des Serieneinbrechers Jeffrey Manchester, der sich nach einem Gefängnisausbruch über Monate in einem Spielzeugladen versteckt, als unaufgeregten Mix aus Komödie und Drama mit gesellschaftskritischen Akzenten.
"Das ist eine wahre Geschichte" – und nicht "Beruhend auf einer wahren Geschichte" - kündet ein Vorspanntitel so affirmativ an, dass schon eine gewisse Ironie mitschwingt. Auch der Umstand, dass der Serieneinbrecher Jeffrey Manchester (Channing Tatum) selbst seine Geschichte rückblickend erzählt, lässt berechtigte Zweifel an der Wahrhaftigkeit aufkommen.
Vielleicht stellt sich der Ex-Soldat und Familienvater in dem Ende der 1990er Jahre und 2004 spielenden Film doch zu positiv dar. Dennoch stellt sich Derek Cianfrance ("Blue Valentine", 2010; "The Place Beyond the Pines", 2013), der mit "Roofman" seinen ersten Kinofilm seit seinem neun Jahre zurückliegenden Liebesdrama "The Light Between the Oceans" (2016) voriegt, von der ersten Szene an hinter seinen Protagonisten.
Kühn bricht Jeffrey über das Dach in eine McDonald´s-Filiale ein, bittet die drei für die Frühschicht eintreffenden Mitarbeiter:innen ihn mit einem freundlichen "Guten Morgen" zu begrüßen und führt sie dann zum Kühlraum. Bevor er sie dort einsperrt, fordert er sie aber auf, ihre Westen anzuziehen, damit sie nicht zu sehr frieren, und überlässt dem Filialleiter sogar seine eigene Jacke.
Weiter zur ganzen Filmkritik auf film-netz.com
Kinos
| Zürich | Bern | Basel | Luzern | St. Gallen | Winterthur |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|||||
|
|
Kritiken
| Verleiher |
| Ascot Elite |