Gelbe Briefe
76. Berlinale 2026: Goldener Bär
Filmkritik von Walter Gasperi
Der Erfolg des dichten Kammerspiels "Das Lehrerzimmer" (2023) schraubte die Erwartungen an den neuen Film von İlker Çatak in die Höhe. Ganz kann er diese mit "Gelbe Briefe" nicht erfüllen, ein starkes Drama ist ihm aber dennoch gelungen. Dynamik erzeugen Çatak und seine Kamerafrau Judith Kaufmann mit beweglicher Kamera schon in der ersten Szene, in der die Schauspielerin Derya bei der Premiere des von ihrem Mann inszenierten Stücks bejubelt wird.
Weil Derya sich aber nicht mit dem Gouverneur, der sich im Publikum befand, aber mehrfach während der Aufführung das Handy benützte, fotografieren lassen will, wird das Stück bald abgesetzt und sie selbst nach ihrem Protest entlassen. Aber auch ihr Mann, der nicht nur als Regisseur arbeitet, sondern auch an der Universität unterricht, sowie seine Kolleg:innen und Freund:innen erhalten von der Universität in einem gelben Kuvert die Entlassung, weil sie in ihren Vorlesungen die Student:innen zu politischem Engagement und Teilnahme an einer Friedensdemonstration aufforderten.
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