Vie Privée
Filmkritik von Walter Gasperi
Eine Psychiaterin stürzt nach dem Tod einer Patientin in eine Krise und steigert sich in den Verdacht, dass die Verstorbene einem Mord zum Opfer fiel: Ein rasanter Mix aus Thriller und Komödie, der aber trotz der beiden blendend harmonierenden Hauptdarsteller:innen Jodie Foster und Daniel Auteuil und zahlreicher Wendungen nicht richtig zünden will.
Eleganz verbreiten die handgeschriebenen leuchtend roten Credits auf schwarzem Grund und auch der Hit "Psychokiller" von den Talking Heads stimmt auf ein aufregenden Kinoerlebnis ein. Dynamisch ist auch der Beginn, wenn die seit Jahrzehnten in Paris lebende amerikanische Psychiaterin Lilian Steiner (Jodie Foster) feststellen muss, dass eine Patientin nicht zum vereinbarten Termin erscheint und ein anderer ihr vorwirft, dass sie es in acht Jahren nicht geschafft habe, ihn vom Rauchen zu befreien, während eine Hypnotiseurin dies in einer einzigen Sitzung erreichte.
Wirklich aus der Bahn wirft Lilian aber die Nachricht, dass die Patientin (Virginie Efira), die den Termin verpasste, verstorben ist sowie die wütende Reaktion des Witwers (Mathieu Amalric), als sie beim Kaddisch erscheint. Hilfe suchend wendet sie sich an ihren Ex-Mann Gabriel (Daniel Auteuil), einen Augenarzt, sucht aber auch die Hypnotiseurin ihres Patienten auf. Zunehmend verstärkt sich dabei ihr Verdacht, dass die Patientin nicht Selbstmord beging, sondern ermordet wurde.
Da die Polizei sie nicht ernst nimmt, beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren und die Verdächtigen zu beobachten. Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Ex-Mann und durch die häufigen Begegnungen kommen sich Lilian und Gabriel auch wieder näher.
Eine ziemlich wilde Geschichte hat sich Rebecca Zlotowski zusammen mit Anne Berest und Gaëlle Macé für ihren sechsten Spielfilm ausgedacht. Mit hohem Tempo und zahlreichen Wendungen hält sie diese Kinomaschine aber am Laufen und kann auch auf ihre Schauspieler:innen vertrauen.
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