Das war das 24. Fantoche 2026

Das war das 24. Fantoche 2026

Mit der Preisverleihung und dem anschliessenden Screening einer Auswahl der Gewinnerfilme endete die 24. Ausgabe des internationalen Festivals für Animationsfilm Fantoche. «Uka-Uka» des Esten Henri Veermäe gewann in der Kategorie «Best Film» und der urkomische Beitrag und Festivalliebling «To Kill a Velofahrer» in der Kategorie «Best Swiss». Unter dem Fokusthema «Calling Planet Earth» richtete das diesjährige Festival seinen Blick auf den Zustand unseres Planeten – eine Dringlichkeit, die angesichts der hochsommerlichen Temperaturen Anfang September auch ausserhalb der sehr gut besuchten Kinosäle spürbar war.

Die Branche am Festival
Unter dem Motto «Hope is a word with 24 fps» setzte der 12. Industry Day einen hoffnungsvollen Akzent in herausfordernden Zeiten. In den von Comedienne Jane Mumford moderierten Talks diskutierten die Animationsfilmschaffenden Michael Frei, François Chalet und Lea Vidakovic darüber, wie Animation über die klassische Kinoleinwand hinausgedacht werden kann, während Tariq Ali, Jadwiga Kowalska und Joanna Quinn über Resilienz, Humor und künstlerisches Schaffen inmitten von Widrigkeiten sprachen. Praktisches Wissen vermittelte Daniel Harisberger von Team Tumult in seinem Workshop, und die vielfach ausgezeichnete britische Regisseurin Joanna Quinn gab persönliche Einblicke in ihren Werdegang, ihre Arbeit und begeisterte das Publikum mit einer Live Drawing Session. Der Industry Day endete mit der Verleihung des SAIA-Awards, der in Kooperation mit der Swissfilm Association den besten animierten Auftragsfilm der Schweiz prämiert. Ausgezeichnet wurde Start in Kindergarten and School: Language as gateway to the world & Dealing with oneself and others von Fela Bellotto.

And the winners are…
Während der Preisverleihung am Sonntagabend wurden 10 Wettbewerbsbeiträge in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet. Der Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs, «Best Film» ging dieses Jahr an «Uka-Uka» des Esten Henri Veermäe. Der Film erzählt mit schwarzem Humor und grosser Wärme von einem Jungen, dessen Versteckspiel bei seinen Grosseltern eine unerwartete Wendung nimmt und ihn mit der Zerbrechlichkeit des Lebens konfrontiert. Im Schweizer Wettbewerb wurde «To Kill a Velofahrer» von Helmi Korhonen, Ines Nungasser, Livio Frauendorf und Marvin Bueler mit dem Preis «Best Swiss» ausgezeichnet; ein Beitrag, der auf und neben dem Festivalgelände für manches Schmunzeln und anerkennende Worte sorgte. Kein Wunder räumte «To Kill a Velofahrer» innerhalb der Schweizer Beiträge auch den Preis für den Publikumsliebling 2026 ab. Der Publikumspreis im Internationalen Wettbewerb ging an «Im Auto Tapes und Butterbrot» von Kiana Naghshineh.
Die vollständige Liste der Gewinner*innen findet sich hier.
(Pressetext: Fantoche)

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