Do 21.5. 18:30│ALFRED HITCHCOCK: ZWISCHEN TRAUM UND TRAUMA │Gespräch zwischen Renata Helker und Christoph Hochhäusler, im Anschluss an MARNIE│ Kino Filmpodium, Nüschelerstr. 11
von: FilmpodiumZH; aufgeschaltet am 11.05.2026 11:36
Formal auf Augenhöhe mit Vertigo, Psycho und The Birds, aber unter den Meisterwerken in Hitchcocks Spätwerk vergleichsweise unbekannt, verstört Marnie in der Art, wie direkt hier die Obsessionen des Regisseurs zu Tage treten. Die Berliner Filmwissenschaftlerin Renata Helker und der Filmemacher Christoph Hochhäusler im Gespräch über die Frage, welche «verbotenen» Übergänge zwischen Traum und Trauma der Film ebnet und wer den Preis dafür zahlt.
Zum Film: «Marnie ist mit wechselnder Identität in diversen Firmen unterwegs, um ihre kleptomanischen Bedürfnisse auszuleben. Ihr Vorgehen ist dabei immer dasselbe: Sie lässt sich als Sekretärin einstellen, bewährt sich als ehrliche Arbeitskraft und leert dann im geeigneten Augenblick den Firmensafe. Als ihr neuer Chef Mark Rutland sie dabei auf frischer Tat ertappt, zwingt er sie, seine Frau zu werden, um nicht von ihm angezeigt zu werden. Rutlands Interesse an der blonden, schönen und eiskalten Marnie setzt sich aus fetischistischer Bewunderung und dem seiner krankhaften Zuneigung entspringenden Bedürfnis zusammen, die Ursache für Marnies ‹Angewohnheiten› psychoanalytisch zu ergründen. In der Öffentlichkeit mimen Mark und Marnie ein glückliches Paar. Privat eskaliert die Situation allerdings bereits auf der Hochzeitsreise.» (Arte-Magazin, 22.11.2006)
Zum Film: «Marnie ist mit wechselnder Identität in diversen Firmen unterwegs, um ihre kleptomanischen Bedürfnisse auszuleben. Ihr Vorgehen ist dabei immer dasselbe: Sie lässt sich als Sekretärin einstellen, bewährt sich als ehrliche Arbeitskraft und leert dann im geeigneten Augenblick den Firmensafe. Als ihr neuer Chef Mark Rutland sie dabei auf frischer Tat ertappt, zwingt er sie, seine Frau zu werden, um nicht von ihm angezeigt zu werden. Rutlands Interesse an der blonden, schönen und eiskalten Marnie setzt sich aus fetischistischer Bewunderung und dem seiner krankhaften Zuneigung entspringenden Bedürfnis zusammen, die Ursache für Marnies ‹Angewohnheiten› psychoanalytisch zu ergründen. In der Öffentlichkeit mimen Mark und Marnie ein glückliches Paar. Privat eskaliert die Situation allerdings bereits auf der Hochzeitsreise.» (Arte-Magazin, 22.11.2006)
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