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Im heutigen Newsletter wollen wir Euch mit Timothée Léchot und Mathieu Poget zwei junge Regisseure aus der Romandie vorstellen. An den Jugendfilmtagen vom vergangenen März wurde in der Kategorie D, Jugendliche bis 25 Jahre, ihr Film „Le Coup“ gezeigt. Auf einem Kirchenhof spielt eine Gruppe eine Partie Pétanque, die jäh unterbrochen wird, als ein Golfer den Schauplatz betritt. Eine junge Frau, die der Gruppe angehört, lässt sich mit dem Neuankömmling auf ein Golfspiel ein, das von Abschlag zu Abschlag ihre Beziehung zueinander verändert.
„Le Coup“ wurde während eineinhalb Tagen abgedreht, dies gemäss den Regeln des Festivals „Courgemétrage“ in Neuchâtel, wo der Film das erste Mal aufgeführt wurde. Die Figuren im Film wurden ausnahmslos mit Laienschauspielern besetzt. Beide Regisseure betreiben das Filmen in ihrer Freizeit und besuchten keine Filmschule. Timothée Léchot studierte Französische Literatur und interessierte sich schon früh für das Schreiben von Geschichten. Bei einem längeren Aufenthalt in Paris entdeckte er die Filmgeschichte für sich und sein Interesse für Filmkritiken erwachte. Mathieu Poget studierte zunächst Politikwissenschaft und nun Philosophie, wobei er das Studium bald abschliessen wird. Er kam durch verschiedene Tätigkeiten rund um die Welt des Films zum selbigen. Durch Festivaljobs, das Schreiben von Kritiken und Einsätzen an Drehorten war es ganz natürlich, dass er selbst einmal einen Film realisieren würde. In ihrem gemeinsamen Erstlingswerk wollten die Beiden ein Gefühl der Melancholie und der Nostalgie vermitteln, ohne die Szenerie an eine gewisse Epoche zu binden. Nach Aussagen der Regisseure läuft „Le Coup“ demnächst an diversen Festivals. Falls ihr ihn in einem Programmheft entdeckt, lohnt es sich auf jeden Fall, sich den Film anzusehen.
Christoph Sulser

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