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Bevor Lisa Blatter den Studiengang Film an der Zürcher Hochschule der Künste belegte, besuchte sie zuerst zwei Jahre lang die Abteilung Lehrberufe für Gestaltung und Kunst. Im Bereich Film hat die junge Regisseurin schliesslich das Medium gefunden, mit dem sie sich am besten ausdrücken kann und das sie am meisten erfüllt. Nach der Produktion von mehreren Kurzfilmen und Videoclips, unter anderem für die Lovebugs oder dem Zürcher Rapper Lügner, hat Lisa Blatter mit ihrem Diplomfilm „Nachglühen“ das Studium erfolgreich abgeschlossen. Der Film handelt vom schwierigen Verhältnis einer jungen Mutter zwischen ihrer Tochter, nachdem der Vater gestorben ist und wie die Protagonisten mit der Trauer und der Einsamkeit umgehen. An der letzten Ausgabe des Kurzfilmfestivals shnit erhielt „Nachglühen“ den Preis als bester Schweizer Kurzfilm. Als eigentliche Vorbereitung zu „Nachglühen“ kann der Film „Traurige Jungs tanzen, wenn niemand hinsieht“ gesehen werden. Dieselbe Crew arbeitete an dieser Geschichte, der von der Gratwanderung zwischen Liebe und Freundschaft erzählt. In diesem Film wurden der Look, die Locations und die Art der Inszenierung ausprobiert. Bei der Realisation ihrer Werke arbeitet Lisa Blatter gerne mit anderen Filmschaffenden zusammen, so entstanden die meisten Projekte mit Simon Steuri als Co-Regisseur. Wenn zusammen an einem Strang gezogen wird, entstehen für sie bessere Ideen und die Projekte geraten nicht ins stocken. Für ihre Diplomfilme teilten sich die beiden die Crew und den Drehort, indem tagesweise die Rolle des Regisseurs gewechselt wurde. Dennoch entstanden so in zweieinhalb Wochen zwei völlig verschiedene Geschichten, neben „Nachglühen“ Simon Steuris Film "Vandalen". Auch arbeitete Lisa zusammen mit Ivana Lalovic am Drehbuch für deren Film „Ich träume nicht auf Deutsch“.
Als nächstes Projekt möchte sich Lisa Blatter wieder einem Drehbuch widmen, aber diesmal für einen Langspielfilm. Die Herausforderung dabei besteht für sie darin, dass zwar alles besser ausgedacht werden muss, aber gleichzeitig die einengenden Grenzen eines 15 Minuten-Kurzfilms gesprengt werden können.

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