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Schon seit fast 30 Jahren beschäftigt sich der in Luzern geborene Claudius Gentinetta mit dem Medium Film. Mit zwölf Jahren realisierte er seinen ersten Trickfilm und seither kann er nicht mehr seine Finger davon lassen. Die sehr zeitintensive Arbeit an den Animationsfilmen vergleicht Claudius Gentinetta mit dem Besteigen eines Berges. Die Gefahr besteht bei längeren Projekten den Gipfel aus den Augen zu verlieren und auf Abwege zu kommen. Oft aber sind es genau die Umwege, die ihn auf die wirklich guten Ideen bringen. Die Frage nach der Motivation ist einfach zu beantworten, die hat er im Blut. Die Spitze des Berges erblickt und erst einmal erreicht, beginnt der Abstieg und mit diesem die ganze Filmpromotion, die ganz schön in die Beine gehen kann.
Sein neustes Werk „Die Seilbahn“ lief im Vorprogramm zum Spielfilm „Happy New Year“ von Christoph Schaub. Erzählt wird die Geschichte eines alten Mannes, der sich in einer ramponierten Seilbahn in die Höhe begibt. Ausgelöst durch eine kräftige Prise Schnupftabak, drohen heftige Niesattacken des Mannes die Gondel in ihre Einzelteile zu zerlegen, die er behelfsmässig mit Klebeband wieder zu flicken versucht. Der Film, der in Zusammenarbeit mit Frank Braun verwirklicht wurde, ist gerade erst an den Solothurner Filmtagen in der Kategorie „Bester Trickfilm“ für den Schweizer Filmpreis „Quartz“ nominiert worden und hat auch schon einige Preise an internationalen Festivals gewonnen. Mit seinem Schaffen möchte Gentinetta das Publikum erreichen, will heissen, er würde keine Filme drehen, die sonst niemand versteht. Und dennoch - oder gerade deshalb - hat er sich einen eigenen Stil erarbeitet, der fern vom Mainstream das Publikum zu begeistern weiss. Inzwischen sitzt er auch schon an einem neuen Projekt; ein ganz in schwarzweiss gehaltener Animationsfilm.

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