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Zum 44. Mal vermittelten heuer die Solothurner Filmtage in der vorletzten Januar-Woche einen Überblick über das Schweizer Filmschaffen des vergangenen Jahres. Wirklich Neues gab es abgesehen vom Pseudo-Skandal, für den Carla Lia Montis trashiger „Räuberinnen“ sorgte, nur wenig zu entdecken, der Grossteil war schon auf anderen Festivals wie in Locarno zu sehen oder lief oder läuft schon regulär im Kino. Bei den Spielfilmen standen vielfach marktgängige Werke aus der Deutschschweiz künstlerisch stärkeren Produktionen aus der Welschschweiz wie Ursula Meiers „Home“ oder Vincent Pluss „Du bruit dans la tête“ gegenüber, während bei den Dokumentarfilmen der Blick in die Ferne und auf Schweizer und ihren humanitären Einsatz auf anderen Kontinenten wie Peter Meienberg („The Prison and the Priest“) oder André Rochat („Citadelle humanitaire") auffiel. Mit Spannung wartete man auf die Bekanntgabe der Nominationen für den Schweizer Filmpreis, der am 7. März in Luzern verliehen wird, und auf die Vergabe der neu geschaffenen, mit 60000 Franken dotierten Prix de Soleure und den Prix du public, mit dem Fanny Bräunings „No More Smoke Signals“ bzw. Léa Pools „ Maman est chez le coiffeur“ ausgezeichnet wurden.
(Walter Gasperi)

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