KEVIN

Offizielle Kinoplakat

von: Chrizzard; aufgeschaltet am 07.02.2010 13:44

Story:

„Die dokumentarisch angehauchte Geschichte nimmt den Zuschauer mit in die Welt des sechzehnjährigen Kevin. Kevin, traumatisiert durch einen Unfall, der das Leben seines Bruders forderte, befindet sich emotional und körperlich am Rande der Gesellschaft. Anstatt Hilfe und Mitgefühl erfährt er Kälte und Desinteresse einer zunehmend leistungsorientierten Gesellschaft. Auch seine Eltern haben verlernt, ihm zuzuhören. Als sich seine Enttäuschung in Wut wandelt, gibt es für Kevin nur noch einen Ausweg...“

Hintergrund:
KEVIN ist ein ambitioniertes Kurzfilmprojekt, das vom Schaffhauser Filmemacher Christian Gleich in enger Zusammenarbeit mit Marco Del Monte und Marc Heer produziert wurde.
Der Film wurde parallel zu Arbeit und Studium realisiert und konnte auf die Unterstützung zahlreicher 
Freunde und Bekannten zählen: Sponsoren aus der Schweiz und Deutschland, sowie Förderer und Helfer aus der Region Schaffhausen und Zürich. Dem professionellen Spiel des bekannten Schweizer Schauspielers GILLES TSCHUDI ist es zu verdanken, dass sich das Projekt aus dem Amateurbereich heraushebt. Allen Beteiligten danken wir ganz herzlich für ihr Engagement!
Der Film greift aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen auf: Gewalt unter Kinder und Jugendlichen, seelische Verwahrlosung und Attentate an Schulen. Der Film möchte aufrütteln, zum Nachdenken anregen und Anstoss zu einer offenen Diskussion über diese brisanten Themen geben.
Christian Gleich, der hauptberuflich als Pädagoge tätig ist, zog seine beruflichen Erfahrungen heran, um die Thematik auszuarbeiten. Seine Beobachtungen, Erlebnisse und Gespräche aus dieser langjährigen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern, waren dabei von unschätzbarem Wert.
Die Produzenten distanzieren sich von der vereinfachenden Ansicht, dass gewaltverherrlichende Filme, Computerspiele und Musik ursächlich für die zunehmende Gewaltbereitschaft vieler Jugendlicher sein sollen. Die übersteigerte Beschäftigung mit diesen Medien wird eher als ein Symptom der seelischen Verwahrlosung betrachtet.
Gesellschaftliche und zwischenmenschliche Faktoren, wie Freundeskreis, familiäres und schulisches Umfeld, die unter Umständen zu dieser seelischen Verwahrlosung beitragen können, stehen im Fokus. Die Sensibilisierung auf solche Faktoren soll dazu anregen, wieder aufmerksam zu werden, Kindern zuzuhören und sie nicht mit übersteigertem Leistungsdruck zu Objekten eigener Ambitionen zu machen.
Die sogenannt gewaltverherrlichenden Filme und Spiele können daher vielmehr als Ventil betrachtet werden, um angestaute Aggressionen auszuleben. Der Filmcharakter Kevin lebt seine Wut nicht im Spiel oder TV aus, sondern malt Bilder. Auch das Malen ist eine virtuelle Welt. Alle Gedanken die in uns sind, sind imaginär. Gegenstand der Diskussion sollten nicht die unterschiedlichen Ausdrucksmittel sein, sondern die Ursachen und Themen, die durch sie zum Ausdruck kommen. Dieser Film ist kein Freischein für einen gedankenlosen Umgang mit neuen Medien, sondern vielmehr ein Aufruf, wieder miteinander zu reden, zuzuhören und sich seiner Selbst bewusst zu werden. So vereinte das Projekt viele Menschen und Jugendliche mit ähnlichen Erlebnissen, die durch die Arbeit an diesem Film Anregungen für neue Wege erhalten haben.

chri[...]@shinternet.ch
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